Was habe ich heute gemacht?

Heute war so ein Tag, der von dem lauen Gefühl, wieder nichts geschafft zu haben, begleitet war und vorläufig damit endete, dass ich übellaunig den Rest der Karamelschokolade in mich hineinstopfte. Das Kind2 war im Bett, erschöpft nach einem langen, vollen Kindertag, nicht ohne vorher noch sein Provokationspotenzial an mir ausgetestet zu haben. Nimmt mir die Mama wirklich die Trinkflasche weg, wenn ich den Inhalt ins Treppenhaus spucke? Ja – tut sie. Rabbääää. Der Papa soll kommen! Doch der ist nicht da, beruflich unterwegs, da hilft alles nichts. Gebadet und zum neunhundertfünfunddreißigsten Mal das Flugzeugbuch vorgelesen. Gesungen, Hullaballoobaley, wir fahren übers weite Meer, weil es das Lied so gerne mag, “wo fahren wir hin, Mama?” Und Schlaf Kindlein schlaf – wie immer unterbrochen von “ich bin ein Trampeltier. Mamaaaa! Ich bin ein Trampeltier”. Ich mag nicht unterbrochen werden beim Singen und muss dann doch lachen, denn es ist absurd und das Kind kann ja nichts für meine temporäre Unausstehlichkeit.

Beim Gang in die Küche zur Restschokolade wieder der Gedanke, den Tag verschlurft zu haben, meinen freien Tag heute. So halbfrei zumindest, da ich nicht arbeiten musste, knapp 5 Stunden eigentlich nur, um genau zu sein, denn freitags schließt die KiTa um 2. Was habe ich heute alles nicht gemacht. Die Punkte meiner do-to-Liste, die irgendwo unter den Papierbergen auf dem Schreibtisch vor sich hingammelt: alle unbearbeitet. Und wenn schon nicht das, dann hätte ich zumindest lesen oder zeichnen oder über mein Leben allgemein und meine beruflichen Perspektiven im Besonderen nachdenken können, aber Pustekuchen. Hätte hätte. It’s all the the same fucking day …

Und andersherum betrachtet?

Ich habe heute

  • Frühstück gemacht, das Kind angezogen und es in die KiTa gebracht,
  • die Gefährten von Kind2 wieder aufgetrieben, die es gestern im Einkaufszentrum liegen gelassen hat. Ein Affe und ein Löwe, wofür ich einmal durch alle Geschäfte lief, überall herumfragte und schließlich zum Center Management geschickt wurde, wo die Dame der Putzkolonne mich in die Tiefen der Verwaltungsräume führte und sie aus einem dunklen Eck hervorzauberte. Wir waren beide gerührt und ich bekam noch Lutscher für das Kind obendrauf,
  • eingekauft, die Wohnung aufgeräumt, Zeug aussortiert und gekocht,
  • einen Brief Korrektur gelesen,
  • Blumen auf dem Balkon gepflanzt,
  • mich auf Twitter rumgetrieben und mit den Damen gequatscht,
  • eine Ecke im Vorgarten aufgeräumt, in die irgendjemand viele Töpfe mit verblühten Narzissen gestellt hat, letztes Jahr schon, das Kind abgeholt und mit ihm die ca. 40 Zwiebeln in den Garten gesteckt (was man erst im Herbst tun sollte, wie ich erst später erfuhr),
  • mit Kind2 beim Kinderturnen “geschnuppert”, das in einer verratzten Schulturnhallte stattfand, und dabei festgestellt, dass die Klos und Umkleideräume seit mindestens 30 Jahren nicht mehr renoviert wurden. Krass. Wie eine Zeitreise war das.
  • das Kind zu Cousine gekarrt und dort 1 h später wieder abgeholt. Mit ihm im Garten gepicknickt, es gebadet, vorgelesen, gesungen,
  • Schokolade gegessen
  • und jetzt gebloggt.

Wenn wieder so ein mistiger Ich-habe-nix-auf-die-Reihe-gekriegt-Tag ist, nehme ich mir einen Zettel und notiere, was ich gemacht habe. Dann sieht das alles schon ein kleines bisschen anders aus. Auch wenn die to-do-Liste davon nicht kürzer wird. Sollte ich es vergessen, erinnert mich gerne daran.

Gute Nacht.

Die wiedergefundenen Gefährten von Kind2

Die wiedergefundenen Gefährten von Kind2

 

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Gomera – hippieesk und kinderfreundlich

Mit der Fähre geht es von Teneriffa rüber auf die Nachbarinsel, wir hängen die Köpfe in den Wind und halten Ausschau nach La Gomera, die langsam im Dunst zum Vorschein kommt. Die Busfahrt ans andere Ende der Insel führt uns vorbei an Palmen und Nebelwald, viel Grün, es geht in Serpentinen hoch und wieder runter, fast zwei Stunden lang, am Ende sind unsere Elternnerven etwas strapaziert.

Valle Gran Rey. Das Tal öffnet sich weit zum Meer, die Häuser ziehen sich die Hänge hoch, Steilwand, Bananenplantagen, eine staubige Straße verbindet die beiden Ortsteile am Meer, wir wohnen am Playa, kleine Cafés, Straßenmusikanten, Hippieläden. Und man spricht deutsch.

Überall. Im minikleinen Supermarkt, in den ich mit Kind2 nur ungern gehe, da es in seinem Eifer die aufgetürmten Waren zum Einsturz bringt, radebreche ich auf Spanisch am Käsestand und höre die nächste Kundin “ein Stück von dem Käse da bitte und ein Baguette” sagen. Die Bäckerei wird von Deutschen betrieben, die Hippieläden auch, in den Cafes und Restaurants wird auf deutsch bestellt. Überall Auswander*innen, die sich für den ewigen Frühling entschieden haben oder zumindest den Winter über hier verbringen. Sie bieten Yoga an, Massagen, allerlei Esoterikkram, aber auch Wanderungen und Bootstouren. Irgendwie muss man halt Kohle verdienen, und das ist auf der Insel ganz schön schwer, wie wir öfters hören. Viele deutsche Touristen, viele Kinder, vor allem kleine, das ist super. Wir fallen nirgends auf, alle sind laut, selbst ins Restaurant kann man hier gemeinsam gehen.

Zum Sonnenuntergang trifft man sich bei Dosenbier am Playa, Trommelcombo zur Feuershow, ein paar Euro ins Säckchen, und verbringt den Abend auf der Plaza, wo Künstler*innen und der Seifenblasenmann ihr Bestes geben. Die Kinder sausen in Horden über den Platz, es sind unglaublich viele, ein Gebrüll aus deutschspanischenglisch, die meisten dreckig, fröhlich, frech. Allen voran die Kids, die hier leben, sie sind wild, selbstbewusst und fit. Ein Mädel klettert den Fahnenmast hoch, 5 Meter mit bloßen Füßen, sie ist vielleicht 6 und beeindruckt die Älteren gewaltig. Kind2 findet das Treiben grandios, es lauscht den Trommeln, stellt sich direkt neben die Combo, “mehr, mehr” und saust mit dem Ferienkind auf dem Laufrad um Karree, derweil wir plaudernd unser Bierchen schlürfen.

Wir lernen viele nette Leute kennen, man sieht sich ja jeden Abend, “und, was habt ihr heute so gemacht”, hören Tratsch und Klatsch, denn an diesem mangelt es hier nicht. Ständig hat jemand neue Geschichten auf Lager, “die Feueruntergangscrew, ha! Das sind ja keine Hippies mehr, die haben nur die Euros in den Augen”, es ist ein Dorf, nicht jede*r ist sich grün. Überhaupt die Hippies, die wohnten früher mal in den Höhlen hinterm Steilhang, where are all the hippies gone, aber alternativ ist es nach wie vor, kein Urlaubsort für aufgebrezelte Flanierfans. Dass wir gleich Leute aus unserem Städtchen treffen, passt dann auch wie Arsch auf Eimer.

Wir sind nun vier Erwachsene, zwei Kleinkinder und ein Baby, und ziehen als Karawane durchs Tal. Um alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, muss dieser manchmal ganz schön groß sein. Es dauert ein Weilchen, bis wir uns zusammentakten, wer steht wann auf, wer muss wann schlafen, wer muss wann essen, aber dann funktioniert unsere kleine Crew ganz gut. Für die Kinder ist es super, die spielen, sandeln, streiten, fahren Boot auf großen Steinen und beschmieren sich von oben bis unten mit Sand. Unseres zumindest.

Nach ein paar Tagen überfällt mich eine dunkle schlechte Laune. Mir geht alles gewaltig auf die Nerven. Die Enge des Tales, die steilen Felswände, die uns hier festhalten. Die Aussicht, an diesem trägen, langweiligen Ort noch 2 Wochen zu verbringen – jeden Tag dasselbe, mit winzigen Variationen, heute an diesen Strand, morgen zum Babybeach, übermorgen zum Playa del Ingles, rumliegen, den Kindern beim Spielen, Streiten, Sandeln zuschauen, gähn. Die Leute nerven mich, alle, vor allem die ganz Coolen. Und ich mich selbst am allermeisten.

Ich bekomme ein bisschen frei, mache bei einer geführten Tour durch den Nebelwald mit, wo ein Geologe Spannendes über die Botanik erzählt. Ich steige die 700 m am Steilhang hinauf und lege mich oben auf der Hochebene ins Gras, lasse die Bienen summen und finde mich und die Welt schon etwas erträglicher.

Danach genieße ich restlichen Urlaubstage, lasse mich und alles treiben, heute dieser Strand, morgen jeder. Ein Ausflug zu Hafen. Sandeln, Streiten, Spielen. Kaffee und Bananen-Schoko-Crepes vom großen Blonden am Playa del Ingles, ein Gomeron nach dem Essen. Abends das Trommeln und die Feuershow. “Und, was habt ihr heute so gemacht?”.

Nach fast drei Wochen verlassen wir Gomera, Serpentinen wieder hoch und runter und auf der Fähre das Gesicht im Wind. Auf Teneriffa treffen wir noch einen Freund und schaffen es sogar, mit der Seilbahn auf den verschneiten Teide zu fahren, fast ganz hoch auf 3.400 m.

Schön war er insgesamt, unser Frühling auf den Kanaren. Auch wenn ich noch nie so strukturiert und durchgeplant gereist bin. Die Variante, einfach loszuziehen und zu schauen, wo es uns gefällt, mag ich nach wie vor doch lieber. Heute hier, morgen dort. Ich hoffe, wir können so eine Reise einmal mit einer weiteren Familie machen. Denn: Ein Zweitkind zum Spielen ist schon viel wert und auch wir Großen freuen uns über Gesellschaft.

Teil I: Frühling auf Teneriffa mit Kind & Co.

Auf geht's nach Gomera

Da vorne ist Gomera

Wanderung mit den Kindern

Wanderung mit den Kindern

Valle Gran Rey

Valle Gran Rey

Seifenblasenmann

Seifenblasenmann

der verschneite Teide

der verschneite Teide

Das Steinboot der Kinder

Das Steinboot der Kinder

Tschüß Gomera

Tschüß Gomera

 

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Frühling auf Teneriffa mit Kind & Co

Wir packen unser Reisezeug, fast dieselben Klamotten wie für die Elternzeitreise vor zwei Jahren für uns und viel größere für Kind2 und quetschen alles in den Koffer, der ein bisschen klein ist und fast aus den Nähten platzt. Das Laufrad darf mit, die Kraxe auch, sonst ist Minimalismus angesagt, alte Regel bei uns, das Reisen soll möglichst unbelastet von schweren Dingen sein. Selbst der Kulturbeutel wird geteilt.

Auf Teneriffa hat es um die 20°C. Die sonst so trockene, karge Landschaft im Süden ist überzogen mit zartgrünem Flaum. Lavendel blüht, Wolfsmilchgewächse sprießen, Kakteen so grün. Es braucht nicht wie sonst den zweiten Blick, um die Schönheit der Insel zu entdecken.

El Medano, das kleine Städtchen am Meer, ist eine alte Bekannte. Die Eisdiele, wo es das beste Schoko-Cookies-Eis gibt, das Neptuna mit dem leckeren comida para llevar, der Spielplatz an der Plaza, die Promenade, auf der ein gemischtes Publikum flaniert, alte Leute, junge Leute, Familien, Kitesurfer – zum Umfallen cool, aufgebrezelte Omis und die Funktionsklamottenfront sind hier vereint. Kind2 fährt mit dem Laufrad Slalom durch die Menge und bewundert die dicken Plastik-Motorroller der einheimischen Kinder.

Kind1 & Freund kommen zwei Tage später nach und machen  es sich gemütlich, für entsprechendes Chaos haben wir bereits gesorgt.  Wenn wir vom Frühstück am Strand zurückkehren – das lautlose Hinausschleichen klappt meist eher mäßig gut – stehen die beiden auf und wir planen den Tag. Ausflüge auf die Caldera, die Mondlandschaft der Las Cañadas, die so wirkt, als läge sie schon immer da, schwarzsspitziges Geröll, erkaltete Lava, ein erstarrtes Monument. Wir machen eine kleine Wanderung am Fuße des Teide, den Kind2 Teido nennt, was sehr spanisch klingt, an Schnee und steilen Geröllhängen vorbei. Wir laufen an der Küste entlang auf einem wunderschönen Weg zum Leuchtturm an der Südspitze der Insel, ein Schild weist ihn als Teil des Programms für Solidarität und Steuerung der Migrationsströme aus. Solidarität bezieht sich auf die Mitgliedsstaaten der EU, nicht auf die Menschen, die hier Schutz suchen, versteht sich.

Der Spielplatz gehört zum täglichen Programm, morgens, mittags, abends. Er ist vor allem am Wochenende gerammelt voll, laut und trubelig. Eltern sitzen auf den Steinstufen und betrachten (meist) entspannt das Treiben, trinken Bier, essen Eis und quatschen. Daneben eine Gruppe junger Leute mit Gitarren, ganz für sich, mit ihren Hunden. Überhaupt Hunde, die gibt es wie Sand am Meer, jedes zweite Paar hat geschätzt einen dabei, mir gehen sie auf die Nerven, weil sie gerne mal hinter einem laufradfahrenden Kleinkind hersausen.

Kind2 möchte mit anderen Kindern spielen, so richtig funkt es aber nicht und ist einmal eine Annäherung gelungen, ist das Kind am nächsten Tag nicht mehr da. Es ist ein Kommen und Gehen und wir sind kein guter Ersatz für Spielkumpan*innen. Das war während der Elternzeitreise deutlich anders, da genügten wir noch voll und ganz. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Wochen, in denen eine zweite Familie mit uns weiterreisen wird.

Nach einer Wochen fliegen Kind1 und Freund gut erholt zurück, auch wenn Ausschlafen nicht immer möglich war und wir eine eher partymüde Gesellschaft darstellten. Aber schön war sie, unsere kleine Familienreise. Wir sagen traurig “bis bald” und schauen noch dem Flugzeug nach, das morgens sehr früh gen Deutschland abhebt.

Fast  3 Wochen liegen noch vor uns. Auf geht’s nach Gomera!

Auf Las Cañadas

Auf Las Cañadas

An Fuße des Teide

An Fuße des Teide

noch mehr Grün

es grünt so grün

noch mehr grün

Leuchtturm in der Ferne

Solidarität der EU-Staaten gegen Flüchtende

Es ist kein romantischer Leuchtturm

Und Kind1 blicket stumm ... auf dem schönen Meer herum

Und Kind1 blicket stumm … auf dem schönen Meer herum

El Medano Idylle

El Medano Idylle

Kletterpartie vorm Teido

Kletterpartie vorm Teido

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Ich so beim Friseur

…immer:

friseur

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Kleinkindkonversation – Wieso denn?

Die Kommunikation mit Kind2 hat seit geraumer Zeit ein neues Niveau erreicht, wir sind jetzt bei DER Frage aller Fragen angekommen (der folgende Dialog wurde auf ein erträgliches Maß gekürzt):

K2: “I will auf den Spielplatz”
I: “ok, dann zieh dich an, wir gehen raus”
K2: “Wieso denn?”
I: “Wir gehen auf den Spielplatz, da brauchst du Schuhe”
K2: “Wieso denn?”
I: “Willst du auf den Spielplatz?”
K2: “Jaaaa!!!!!”
I: “Dann zieh’ die Schuhe an!1 !11!”
K2: “Wieso denn?”

I: “Und jetzt noch die Jacke anziehen”
K2: “Wieso denn?”

… wenige Stunden später …

K2: “I will in den Fahrradanhänger”
I: “ok, dann steig ein”
K2: “Wieso denn?”

K2: “I will Eis”
I: “Wieso denn?”
K2 (grinsend): “Weil, des is so!”

^^

weil so

wieso denn? Weil so

Kleinkindkonversation I

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Ein Stöckchen mit WG-Erinnerungen und Jugendschwank

Ich bin ja ein bisschen aus der Übung – nach 4 Wochen Internetabstinenz. Um hier wieder einzusteigen, beantworte ich doch mal ein paar Fragen, die mir Momatka bereits vor … oh! das war schon irgendwann Anfang Februar! … gestellt hat. Vielen Dank für die “Liebster-Blog-Award-Nominierung”!

1. Tee oder Kaffee – und wie ist der Suchtfaktor?

Kaffee. Ganz klar.

2. Gehörtest du in der Schule zu den coolen Kids oder warst du Außenseiterin?

Dazwischen irgendwas oder: weder noch. Ich fand mich eher immer ziemlich uncool, hatte aber immer tolle Freund*innen.

3. Was möchtest du unbedingt gesehen haben in deinem Leben?

Ich möchte gerne mal nach China. Und nach Island. Und nach Marokko. Und überhaupt …

4. Hast du mal in einer WG gelebt und wie fandest du es?

Ja, viele Jahre lang. Auf dem Lande, janz weit draußen, mit vielen Leuten. Wenn ich zurückdenke an die Zeiten, werde ich immer ganz nostalgisch. Ich denke an Abende vorm Ofen im Zimmer der Freundin, wo wir uns bei Tee oder Wein unterhielten und die Nachbars-Oma dabei ihre Socken strickte. An viele Nachmittage auf der Terrasse mit Kaffee und Gesprächen. An Lagerfeuer im Garten und Holzaktionen im Wald … hachja. Und dazwischen immer Kind1. Wenn ich ein bisschen unter der idyllischen Erinnerungsoberfläche kratze, fallen mir so Dinge wie “Plenum” ein – ich bekomme noch heute grüneitrige Ausschläge bei dem Wort. Diskussionen über “wer hat schon wieder nicht abgespült” und “Ist eine Spülmaschine pc oder des Teufels” und “dürfen Dosenbier oder Biokäse aus der Haushaltskasse bezahlt werden”. Urgs. Lassen wir das besser.
Insgesamt-Fazit: Es war eine tolle Zeit und viele meiner besten Freund*innen kenne ich aus meinen WGs.

5. Buchladen, Boutique oder Ap*lestore –wo findet man dich?

Öhm. Noch am ehesten im Buchladen.

6. Worin bist du richtig schlecht?

Fremdsprachen. Mir fehlt da ein Gen, glaube ich. Leider leider.

7. Worin bist du richtig gut?

Im “um die wesentlichen Fragen rumeiern”

8. Mit welchem Job hast du dein erstes Geld verdient?

Ich glaube, das war ein Ferienjob in der Großküche des heimatlichen Krankenhauses.

9. Mit welchem Blogger würdest du dich gerne mal auf ein Heißgetränk treffen?

Eigentlich mit all den Bloggerinnen, deren Blogs ich regelmäßig lese

10. Wenn du aufgefordert wirst, einen Schwank aus deiner Jugend zu erzählen, was erzählst du dann?

Puh. Mit einem kleinen Stichwort wäre das einfacher zu beantworten … meine ganze Jugend bestand aus Schwänken … so rückwirkend betrachtet. Etwas absurd ist vielleicht dieser:
</schwank> Ich habe mit einer Freundin mal eine Tomate aus dem Schulbadezimmerfenster auf den Schultennisplatz geworfen – ohne allerdings Sicht darauf zu haben. Blöderweise hat dort gerade ein Lehrer von uns gespielt. Der hat uns nahezu in flagranti ertappt – wir ahnten ja nichts Böses und sind nicht abgehauen (mann waren wir naiv). Die ganze Sache hat uns nach großem Geschrei, Empörung & Gezeter von Seiten des Kollegiums ein schulisches Ultimatum beschert. Wir haben uns dann mit einem Korb Tomaten bei ihm entschuldigt.

Fand er nicht witzig. </schwank>

11. Was hast du in den letzten zwölf Monaten zum ersten Mal gemacht?

Nichts Aufregendes, fürchte ich.
Oh wait, da fällt mir was ein: den Badezimmer-Wasserhahn ausgetauscht. Ghnihihi. Auch nicht spannend, aber sehr aufregend für mich.

Diese Bild hat keinen inhaltlichen Bezug zum Text.

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Es lebe das Chaos … und wer räumt am Ende auf?

Wenn Kind2 und seine Cousine, beide 2 3/4 Jahre alt, miteinander spielen, bleibt kein Stein auf dem anderen. Wörtlich. Sie haben in den letzten Wochen ein Spiel entwickelt, das sich “Wegfahrn” nennt und mit größtmöglichem Chaos endet.  Unter ständigen “Wir fahrn weg!!!”-Rufen räumen sie den kompletten Kinderzimmerinhalt (plus Bettdecken&Kissen&Dies&Das) aus und packen ihn irgendwo wieder komprimiert zusammen.*

Zum Beispiel in das Spielhäuschen (das inzwischen zerstört ist):

ins Häuschen Dabei blieb es eine ganze Weile, bis sie weiter entferntere Ziele entdeckten, z. B. das Büro des Mannes:
büroUnd jüngst den Wohnzimmertisch: untern Wohnzimmertisch Zwischenzeitliche elterliche Mahnrufe a la “das müsst ihr nachher aber wieder aufräumen” werden mit einem “noch nicht, wir fahrn nämlich weg” gekontert. Ist alles ausgeräumt und irgendwohin gestapelt, setzen sie sich mitten in das Chaos hinein und “fahren”.

Von mir aus können sie das machen. Es könnte sein, dass das pädagogisch ziemlich unklug ist, aber nunja: Die Kinder haben einen Riesenspaß dabei, sie sind wirklich ziemlich lange beschäftigt und völlig versunken in ihr komisches Spiel. Außerdem hauen sie sich in der Zeit nicht die Köpfe ein, keines plärrt, keines zieht nölig an meinem Rockzipfel. Sie spielen einfach, das ist toll.

Ein kleiner (mittelgroßer bis teilweise auch massiver) Wermutstropfen ist, wie könnte es anders sein, das Aufräumen. “Dreijährige sind mit dem alleine Aufräumen überfordert”, sagt der Mann, der zwischenzeitlich irgendwelche Foren zu Rate gezogen hat. “Das muss man spielerisch machen”. Äh, ja. Ich fürchte, unsere spielerischen Versuche sind noch nicht so wirklich überzeugend, dass die Kinder darauf reinfallen. Die riechen den Braten natürlich sofort. “Los, Kinder, wir fahren weg und räumen alles ins Kinderzimmer. Das macht Spaß!!!”. Netter Versuch.  “Ok, du nimmst die Kissen, ich die Bücher.” Mmmh. Das Besuchskind räumt meistens ein bisschen mit auf, das eigene ist meistens stur. Am Ende schleppen wir den Großteil wieder zurück und fragen uns, wie man das wohl taktisch klüger löst.

Na, lieber Clan, wie macht ihr das? Oder unterbindet ihr so ein Chaos schon in den Anfängen?

* Von uns haben sie das selbstverständlich nicht. Wir fahren immer geordnet in den Urlaub.

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