Gärtnerinnenleid

Es ist wirklich ein Jammer. Da habe ich die Pflänzlein von Hand aufgezogen, ihnen vom Samen an beim Wachsen zugeschaut, habe sie pikiert, umgetopft, gehegt und gepflegt. Habe jeden Morgen literweise Wasser auf den Balkon geschleppt und sie gegossen. Habe ihnen, als sie größer wurden, eine Schnurkonstruktion gebaut, damit sie nicht umknicken, und ihnen aus dem Garten stinkende Brennesseljauche mitgebracht. Habe stundenlang gesurft, mit was ich ihnen noch etwas Gutes tun könnte und was gegen Blütenendfäule hilft (Gesteinsmehl – falls es wen interessiert!). Jeden Tag habe ich ihnen beim Wachsen zugesehen, mich über die Bienen und Hummeln gefreut, die die Blüten bestaubt haben. Und mich wie blöd gefreut, dass an jeder Pflanze dicke fette Tomaten wachsen.

Und nun werden sie einfach nicht rechtzeitig vor dem Urlaub rot. Die dicken fetten Tomaten. Einzig vier davon sind erntereif, der ganze Rest lässt sich Zeit. Morgen werde ich den Urwald auf meinem Balkon der Nachbarin übergeben. Ich hoffe, sie kann die Tomatenschwemme genießen.

Zwei der raren roten Exemplare -.-. Im Hintergrund der geschossene Salat.

(Und nächstes Jahr lasse ich das Ganze einfach. Seufz. Oder ich fange ich früher an auszusäen. Im Februar!!!!)

 

Über cloudette

Familie, Feminismus & Firlefanz
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6 Antworten zu Gärtnerinnenleid

  1. sag Kai schreibt:

    … schöne Urlaubszeit!
    (und ich hoffe, die Nachbarin weiß es zu schätzen)

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  2. Tutti schreibt:

    Der Weg ist das Ziel 😉
    Du wirst ja nicht bis Oktober im Urlaub bleiben. (Falls doch, beneide ich dich jetzt schon!) Ansonsten erwarten dich leckere Tomaten bei deiner Heimkehr.
    Ich wünsche dir schöne Tage, liebe Grüße und gute Reise Tutti

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  3. Wir konnten bei der Rückkehr 15 Tomaten (von 2 Pflanzen) und 2 rekordriesige Gurken ernten. Sie hatten pünktlich auf uns gewartet.
    Alles Gute!

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    • cloudette schreibt:

      Danke dir! Es sind tatsächlich noch einige Tomate und 3 Gurken und Bohnen da 🙂 Die Gurken waren von außen schon braun und knallhart und trotzdem richtig lecker – hätte ich nicht gedacht.

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