Vorurlaubs-Putzspleen

Das mit dem Wohnungsputz klappt hier meist eher schlecht als recht. Meistens sieht es bei uns aus wie Sau – und ich meine das durchaus nicht kokettierend.

Ich kann damit leben (meistens zumindest), auch wenn ich von mir behaupte, eigentlich (EIGENTLICH) ein eher ordentlicher Mensch zu sein. Ich habe mich in gewisser Weise daran gewöhnt, dass es hier allerhöchstens partiell sauber ist: Ist die Küche mal geputzt nach dem Essen, starrt das Bad vor Dreck. Sind die Wäscheberge abgetragen, kann man im Wohnzimmer buchstäblich vom Boden essen. Im Kinderzimmer sieht’s aus, als hätten drei Kinder alle Spielsachen auf den Boden gekippt und unters Bett im Schlafzimmer sollten Leute mit Hausstauballergie besser gar nicht erst schauen. Überhaupt sollte man hier überhaupt nirgends genauer hinschauen. Auf Fußleisten zum Beispiel. Oder in Schubladen. Oder womöglich hinter den Herd.

Wenn wir in den Urlaub fahren, packe ich allerdings am Tag zuvor (früher lohnt sich nicht) meinen Spleen aus: Die Wohnung muss aufgeräumt und geputzt verlassen werden. Nicht porentief rein – das kriegen wir hier sowieso nicht hin bzw. dafür bräuchte ich 3 Tage Extraurlaub, aber zumindest so, dass es auf den ersten Blick hier super aussieht. Dass diverses Getier kein Fressen findet und ggf. Besuch hier rein kann, während wir weg sind, ohne das Grausen zu kriegen.

Und, der wichtigeste Grund: Ich liebe es, wenn ich zurückkomme, die Wohnung aufschließe und für einen kurzen Moment denke „Ach, ist es hier schön“. Einen kurzen Moment, bis wir unser ganzes Urlaubsgerümpe hier reinschafft haben und es wieder aussieht wie gewohnt. Wie Sau halt.

Ich weiß, ich weiß, Säue sind sehr reinliche Tiere ^^

Ich weiß, ich weiß, Säue sind sehr reinliche Tiere ^^

Über cloudette

Familie, Feminismus & Firlefanz
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5 Antworten zu Vorurlaubs-Putzspleen

  1. Ach, wie war das schön, als ich am Sonntag nach 2 Wochen Urlaub die Tür aufschloss. Ich mache es nämlich immer genauso. Inzwischen könnte ich wieder heulen :-), die Sau ist schon wieder eingezogen.

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  2. Lotti Katzkowski schreibt:

    Mir gehts ähnlich, obwohl wir nicht mal Kinder haben. Ich weiß gar nicht, wie andere das machen, bei denen es wirklich IMMER aussieht wie geleckt. Ich schätze, man muss einfach dran bleiben und immer alles sofort wegräumen. Seufz.
    Liebe Grüße
    Lotti

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    • cloudette schreibt:

      Beruhigend zu hören 🙂
      Ich glaube auch, man muss eine Menge Zeit investieren. Dazu habe ich in der Regel keine Lust. Und die Restfamilie sowieso nicht -.-
      Liebe Grüße zurück!

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  3. B. Cottin schreibt:

    Das eigentlich Nervende ist ja, alle Familienmitglieder irgendwie dahin zu bekommen, ihre Sachen nicht total überall zu verstreuen. Abgesehen davon geht für mich Haushalt einfacher, seit ich einen ganz bestimmten Staubsauger habe, Mikrofasertücher, den richtigen Wäscheständer zum Trocknen, und seit ich viel mehr mit Essig (oder Zitronensäure bei schwierigen Fällen) und Natron-Essig-Mischung arbeite. Viel Mut!

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