Ein Stöckchen ist ein Stöckchen ist ein Stöckchen.

Das reizende Nuf hat mir ein Stöckchen zugeworfen, also so einen digitalen Kettenbrieffragebogen. Ich blogge noch nicht lange genug und weiß darum gar nicht, warum das eigentlich Stöckchen heißt. Wer hat sich das ausgedacht? Ich muss bei Stöckchen immer an apportierende Hündchen denken, blöde Assoziation, das ist sicher etwas weit hergeholt. Auch Wikipedia hilft nicht weiter, ein entsprechender Artikel wurde wegen Irrelevanz gelöscht. I.r.r.e.! Ich meine, täglich geistern zig Stöckchen durch die Blogosphäre und irgendwelche Wikipedianer halten das für … egal? Und wer klärt mich jetzt hier auf?

Achso, da war was. Ein Fragebogen. Ja. Es geht um folgendes:

1. Was machst du / ihr bei Schnee?
Schneeflocken auf der Zunge zerschmelzen lassen. Oder verzückt durch den Wald stapfen. Oder von drinnen das Schneegestöber betrachten. Oder missmutig das Fahrrad schieben. Manchmal tatsächlich auch Schlittenfahren. Je nachdem halt.

2. Schlitten schon entrostet?
Auf keinen Fall!! Dann gibt es doch keine rotbraunen Spuren mehr im Schnee!

3. Was gibt es Weihnachten bei euch zu essen?
Schon immer Fondue. Früher ganz klassisch mit Spießen und Fleisch. Heute dank des aus Kambodscha stammenden Familienmitglieds die eher kooperative Methode mit einer ganz hervorragende Brühe aus geheimnisvollen Zutaten. Die wird auf 3 Töpfe aufgeteilt, einer davon bleibt vegetarisch. Dann wird dort alles reingeworfen, Fisch, Fleisch und vor allem tonnenweise Gemüse in verschiedenen Ausführungen, und jede*r fischt sich mit so ner Art Minikescher wieder was raus. Dazu gibt es viele Soßen, Salat, Brot. Sehr sehr lecker! Und der Aufwand hält sich einigermaßen in Grenzen. Wir sind immerhin 18 Personen.

4. Was macht ihr mit nicht so tollen Geschenken?
Das Problem haben wir nicht mehr, wir haben einfach die Geschenke abgeschafft und wichteln nur noch. Bei so vielen Leuten würden wir doch sonst im Geschenkpapierberg ersticken. Und die Adventszeit wäre ein Graus. Die Kinder + Oma bekommen aber noch was, das wäre sonst blöd. Seit letztem Jahr gibt es zudem eine Runde Gruselwichteln, das organisieren meine Schwester und ich. Sehr spaßig. Wir müssen nur gut darauf achten, dass alle ihre Wichtelgeschenke mit nach Hause nehmen und nicht ‚zufällig‘ hier vergessen.

5. Was versuchst du besser als deine Eltern zu machen?
Bevor ich Kinder hatte, wollte ich vieles besser machen. Als Kind1 da war, habe ich zum ersten Mal in vielem meinen Eltern verstanden. Dieses „ich-machs-besser-als-andere“ – und seien es die Eltern – sollte einfach mal aus der Erziehung (und nicht nur daraus) verschwinden.

6. Schaffst du Weihnachten ohne Blog, Twitter und Co klarzukommen?
Nö. Vermutlich nicht. Weil darum.

7. Gibt es technisches Spielzeug für den Nachwuchs?
Das ergibt sich dieses Jahr einfach nicht. Meine Schwester bastelt etwas sehr Tolles für Kind2 (Geheimnis), der Rest darf Zubehör schenken. Kind1 hat nichts Technisches auf ihren Wunschzettel geschrieben. Oh. Sie hat gar keinen abgegeben dieses Jahr!! Kind1, wo bleibt der?????

8. Worauf freust du dich 2014?
Auf unsere Reise im Februar.

9. Was bewegt dich derzeit am meisten?
Berufliche Perspektiven, Wohnort, der Wechsel von Kind2 von der Krippe in den Kindergarten.

10. Worauf kannst du gerne verzichten?
Auf das Internet.

Ok. War’n Witz.
Auf schlechte Laune und Besserwisserei (inkl. meiner eigenen).

11. Welches Buch sollte ich 2014 unbedingt gelesen haben?
2014? Das ist doch noch gar nicht. Wer weiß, was da Tolles geschrieben wird!

Frage 12 – 15. lasse ich aus. Weil zwischen Kind1 und Kind2 so viele Jahre liegen, mein Hirn ein Sieb ist und überhaupt. Weiter geht’s:

16. Was war dir als 16jährige total wichtig, das dir jetzt schnell wieder einfallen sollte, weil es deinem Kind auch wichtig sein wird, dir aber als Erwachsene gar nicht?
Klamotten, Aussehen, Party, Anerkennung von Anderen, Weltschmerz, Revolution.
Das war mir wichtig. Und ist mir immer noch irgendwie wichtig. Zumindest nicht komplett unwichtig. Ich bin in einigem gelassener. Wobei … gefällt dir der neue Rock etwa nicht – wie seh ich aus – kann ich so raus – den Blogbeitrag liest sicher keiner bujää – die Welt ist schlecht – wenn ich Königin von Deutschland wär … vielleicht auch nicht.

So. Geschafft. jetzt habe ich noch 1 Stöckchen von der ebenfalls sehr reizenden Xeniana offen. Die stellt sehr schwierige Fragen zum Thema Heimat. Da muss ich noch etwas darüber nachdenken.

Ich beim Schlittenschieben

Ich beim Schlittenschieben

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9 Antworten zu Ein Stöckchen ist ein Stöckchen ist ein Stöckchen.

  1. Xeniana schreibt:

    Euer Weihnachten klingt zum Nachahmen. Es hat spaß gemacht diesen Beitrag zu lesen 🙂

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  2. violinista schreibt:

    Bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube, es heißt Stöckchen, weil es wie das Stöckchen beim Staffellauf von einem zum andern und dann wieder zum nächsten weitergereicht wird.

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  3. dienuf schreibt:

    Ich glaube zu Punkt 5 muss ich auch nochmal gesondert bloggen. Tatsächlich denkt man ja so einiges BEVOR man Kinder hat und das Verhältnis zu den eigenen Eltern ändert sich auch sehr…

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  4. momatka schreibt:

    18 Menschen zu Weihnachten?? Wow. Hier sind wir 10 und die kriegen kaum alle an einen Tisch, (wo wir übrigens auch Fondue essen, schon immer). Noch dazu beschenken wir uns ALLE gegenseitig, manchmal sogar mit mehr als einem Geschenk. Im nächsten Jahr wollen wir es dann ruhiger angehen lassen, aber zum Essen werden wir bestimmt auch wieder alle zusammenkommen. 🙂

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    • cloudette schreibt:

      An einen Tisch kriegen wir die auch kaum, wir bauen mit Biertischen/bänken an. Wenn der Freund von Kind1 noch kommt, sind wir sogar 19. Wird etwas eng, klar, aber ich freu mich darauf 🙂

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