Hui Buh oder: Das geben wir nicht weg …

Da schrieb ich erst kürzlich über zu viel Kram und darüber, dass Aussortieren dringend angesagt wäre und dann das: Die Schwester war schneller. Und das Fatale: Sie lud mich zum „Durchschauen“ ein. Sie hat den Kinderzimmerkram ihrer Töchter um 50 % reduziert und schon im Flur türmten sich Kisten mit Glitzereinhörnern, Barbiezeugs, Spielen. Sie zeigte auf einen beachtlichen Haufen und meinte: „Das könnte für dich interessant sein. Für den Kleinen.“

Nun habe ich ja leider einen Hang zum Hamstern, und es waren auch prima Dinge dabei. Klamotten. Bücher. Kinderstühle. Der Mitnehmberg wuchs also an. Bei der törööö-Elefanten-Kassettensammlung blieb ich allerdings standhaft und die Conny-im-KrankenhausKindergartenSonstwo-Pixies blieben auch liegen. Bei den meisten Sachen konnte ich noch recht locker sagen „nehm ich – nehm ich nicht“.

Aber dann gings plötzlich ans Eingemachte. In dem Berg tauchten Kindheitserinnerungen auf. Meine! Kassetten: die 70er Jahre Songs von Der Spatz und Die Rübe, die habe ich als Kind und später mit der Tochter hoch und runter gehört. Dann Hui Buh, das ungezogene Schlossgespenst, das sich in irgendeiner Folge durch den gruftigen Weinkeller säuft (wenn ich mich recht erinnere). Völlig unpädagogisch und für uns damals der Hit. Das Buch vom Sandmännchen (das es inzwischen wohl nicht mehr gibt?). Das Memory, das wir im Familienurlaub an der Nordsee spielten.  Und last but not least: Ein quietschgelbkariertes Kleid, das ich mit 8 oder so trug. Und einige Jahre später meine Tochter. Da wars mit der Coolheit völlig vorbei: Ne, also das können wir nicht weggeben, ich nehms mal mit.

Erinnerungen

… wird nicht aussortiert. Zunächst.

Und so kam ich vollbepackt zuhause an und türmte den Kram in unseren Flur. Der V. schaute nur schief aus der Wohnzimmertür und meinte irgendwas von: „Ähh, hast du nicht erst kürzlich in deinem Blog geschrieben …“

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4 Antworten zu Hui Buh oder: Das geben wir nicht weg …

  1. Bebe schreibt:

    Der Kleine im Kleid? Das will ich sehen! 🙂

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  2. B. Cottin schreibt:

    Warum soll man sich von Sachen trennen, die emotional wichtig sind?

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