Freie Zeit und keine Muße

Ein freier Tag. So richtig frei. Keine Termine, kein Büro, das Kind ist in der KiTa. Ich fange an, meine innere to-do-Liste durchzugehen, wie immer, wenn ich Zeit habe. Denn es stehen 1000 Dinge an. Weitere KiTa-Anmeldungen, die aussortierten Klamotten entsorgen, Sand organisieren für die Buddelkiste, die ich zudem noch streichen sollte. Küche renovieren, Gartenhaus entrümpeln und ausbessern … achja, und die Wohnung. Die sieht auch auch mal wieder aus wie Sau. Also auch noch putzen und bergeweise Wäsche waschen.

Wo fange ich an, was ist am Wichtigsten? Mit dem Bürokram vielleicht. Wo war gleich das Anmeldeformular für die KiTa? Irgendwo vergraben unter riesigen Papierstapeln. In denen finde ich bei der Gelegenheit auch noch eine Anfrage von der Krankenkasse, die ich nicht beantwortet habe. Und die Steuererklärung. Sche**e! Die gibt’s ja auch noch. Ich wühle mich durch den Papierkram, derweil die Zeit vor sich hintickt.

Es ist ein Kreuz. Ich fühle mich gehetzt, möchte die freie Zeit möglichst effektiv nutzen, möglichst viel erledigen – und dann auch noch lesen, schreiben, mich ein bisschen erholen. Aber schaffe es einfach nicht. Alleine die Vielzahl der Dinge überfordert mich, lähmt mich geradezu. Ich kann nicht wirklich Nichtstun, wenn sich in meinem Kopf die to-dos-auftürmen. Die to-dos wiederum prokrastiniere ich wochenlang vor mir hin. Wie schaffen das andere, ihren Kram zu organisieren? Und dabei noch ihre Wohnung aufgeräumt & hübsch dekoriert zu halten? Bücher zu lesen und darüber auch noch zu bloggen? Und ihre Steuererklärung rechtzeitig abzugeben? Es ist mir ein Rätsel. Bin ich zu unorganisiert? Ein halber Messie so langsam?

Vielleicht sollte ich tatsächlich mal dieses Internet abschalten, komplett offlinen, löst das mein Problem? Denn tatsächlich zerrinnen mit ziellosem Surfen, Twittern, durch die Blogwelt huschen die raren freien Stunden wie Butter in der Sonne. Und schwups ist der  Vormittag schon rum. Oder ist das eine Scheinlösung, vielleicht?

Die „notorische Unruhe“ ist ein Symptom der modernen Gesellschaft, sagt der Soziologe Hartmut Rosa in einem kleinen Interview in der neuen Technology Review (6/2013). Und: „Wer systematisch Zeit spart, geht total gehetzt durch Leben und hat das Gefühl, er hat keine.“ Dabei kommen die wirklich guten Ideen, die Kreativität eigentlich erst mit dem Gegenteil, mit der Muße. Nur: Wie kommt man da hin? Und wer putzt derweil die Küche?

Sonnenbrilleneulen - immerhin, die Daily Owl gibt's immer noch!
Sonnenbrilleneulen – immerhin, die Daily Owl gibt’s immer noch!

Das Kind alleine schaukeln – Hut ab!

5 Tage mit Kind 2 alleine, der Papa ist weit weg auf einer Konferenz. Puh, ich hatte ganz vergessen, was für eine Herausforderung es ist, alleine für ein Kind da zu sein. Im Großen und Ganzen wusste ich es natürlich noch (wenn auch die Kleinkindzeit mit Nr. 1 schon ewig her ist), aber die täglichen Kleinigkeiten hatte ich ein bisschen verdrängt:

Duschen: Das Kind möchte natürlich mit, ist ja sonst keiner da. Es steht am Badewannenrand, zieht seine Pulloverärmel durch die Wasserlachen und findet es sehr lustig, herumliegende Sachen in die Wanne hineinzuwerfen. Irgendwann reicht es mir die Klamotten an. „Da!“ Nett gemeint, aber blöderweise läuft das Wasser noch … *

Pünktlich sein: Das Kind ist, wie üblich, ab halb 6 wach (jaja, weiß auch nicht, was das für eine komische Phase ist) und gegen 7 wieder eingeschlafen. Ich muss um 9.00 Uhr im Büro sein. Es gibt kein Backup, also muss ich das Kind um 8 wecken (nicht gut). Hektik. Wickeln, anziehen, Frühstück, in Schneeanzug stopfen, zur KiTa rasen, das Kind möglichst unhektisch abgeben, zum Büro rasen. Und um Schlag 9 völlig verschwitzt zum Meeting erscheinen. Ich bin die Erste. Toll.

Wäsche waschen: Wie kriege ich den Wäschekorb in den Keller? Kind + Korb tragen geht nicht, zu schwer, zu unhandlich. Kind in den Korb setzen? Klappt nicht. Kind selbst laufen lassen? Dann brauchen wir ca. 1 Stunde in den Keller und wieder zurück, weil es jede Schraube am Treppengeländer untersuchen muss. Und warum treppabwärts gehen, wenn es auch hoch geht? Also das Projekt verschieben bis zur Schlafenszeit.

Müll runterbringen: siehe Wäsche waschen.

Kochen: Kind ist müde nach einem langen Tag. Hat Hunger, unaufschiebbar. Ist anhänglich, möchte auf den Arm. Einhändig Nudeln mit Soße kochen. Stärkt die Armmuskulatur.

Einkaufen: Mist, die Milch wird knapp. Es hat natürlich keiner eingekauft. Wer auch. Jetzt nochmal los? Kind wieder in 30 Schichten einwickeln – Kinderwagen aus dem Keller holen – einkaufen – Kinderwagen wieder runterbringen – Kind aus den Schichten herauspellen. Och nö.

Feierabend: Kindchen schläft. Das Sofa ruft. 7 h Bürojob plus family, das schlaucht mich auch an „normalen“ Tagen. Aber Moment, da war ja noch was. Das Wäsche-Projekt zum Beispiel, das hatte ich ja auf abends verschoben. Und der Abendbrottisch ist auch noch nicht abgeräumt. Überall liegt (Spiel)Zeug rum. Der Müll stinkt übelst vor sich hin, den müsste ich auch noch runterbringen … Alternativ könnte ich auch im Chaos versinken, aber das wird dann ja noch schlimmer am nächsten Tag. Also erst mal aufräumen. Danach Sofa. Müüüde. Sehr müde.

Feiertag / Wochenende: Herbeigesehnte Tage – solange ich kein Kleinkind (mehr) hatte. Nun dehnen sich ebendiese aus wie Kaugummi, haben gefühlt 36 Stunden. Erwische mich dabei, wie ich bereits am Sonntag um 16 Uhr nicht mehr weiß, was ich jetzt noch mit dem Kleinen tun soll und die Stunden bis zur Schlafenszeit zähle.

5 Tage sind völlig ok und es war eine schöne, intensive Zeit nur zu zweit. Aber sie haben mir auch wieder klar gemacht, wie krass es alleine ist. Niemand da, um einen abzulösen mal eben einzukaufen, den Müll runterzubringen etc. pp. Von sich austauschen, Verantwortung teilen und gemeinsam entscheiden mal gar nicht angefangen.

Deshalb möchte ich hier&jetzt mal virtuell den Hut ziehen vor all den Mamas und Papas, die das tagtäglich machen: Die allein erziehend sind oder aus anderen Gründen den Alltag alleine wuppen. R e s p e k t !!!!

Den Hut ziehen – welchen auch immer

Wer mag, kann hier weiterlesen: Blogs von Mamas (von Papas kenne ich keine), die das Kind weitgehend alleine schaukeln: Krähenmutter, AlsmenschverkleidetThisisyourdaughter, bzw. im Alltag hauptsächlich zuständig für die Versorgung sind: Achtung Mama, Mutter & Mensch.

* Bevor sich jemand hier und im Folgenden über vermeintlich schlechte Erziehung mokiert: Das Kind ist 1 1/2 Jahre alt. Wir üben noch.

Wer hat den größten Stress im Land?

Wer arbeitet mehr, wer hat den stressigeren Alltag? Eine Mami mit einem Kind? Mit 2? Mit 3? Berufstätige Eltern? Berufstätige Kinderlose? Wer sitzt mehr in der Sonne, trinkt mehr Latte Macchiato? Der Wettkampf lebt!

Aber von vorne: Ich habe gerade einen Artikel bei Feministmum gelesen, in dem diese einen Tag aus ihrem Mama-Kleinkind-Leben protokolliert. 24 h. Wickeln, Füttern, Anziehen, wieder Wickeln, Anziehen, Kind ins Bett bringen … es dreht sich fast alles um das Kleine. Sie überschrieb ihn mit „Ich nenne es Arbeit“ und resümmierte vorsichtig: mindestens 16 h der 24 sind Arbeit, eher mehr.

Arbeit, aber bitte mit Freude

Unter feministmums Artikel haben sich ruck-zuck Kommentare angesammelt: teils zustimmende, aber auch eine Reihe ablehnender, teilweise auch hämische Kommentare. Eine 3-fach-Mutter findet es „süß“, wenn Einzelkindereltern ein Kind anstrengend finden. Eine Frau findet, der geschilderte Alltag sei für viele Erwerbstätige der pure Luxus. Eine andere meint, dass das alles „Freizeit“ sei. Und überhaupt: Heutzutage müsse ja keiner mehr Kinder bekommen, also bitte nicht jammern.

Meine erste (innere) Reaktion darauf war: Och nö. Hat es sich immer noch nicht rumgesprochen, dass Kinder-Aufziehen Arbeit ist? Was soll das Gehacke? Wieso muss da jetzt eine Wettstreit losgehen, wessen Alltag stressiger ist? Und wieso muss das gleichzeitig einhergehen mit einer Ab- und Bewertung des Alltags der anderen?

Nach einigem Hin und Herüberlegen kam ich dann bei mir selber an: Wie sehe ich das eigentlich? Schätze ich das Kümmern um Kind(er) und Haushalt als Arbeit? Äh, natürlich – sagt mein Hirn sofort. Und ja, auf einer reflektierten Ebene sehe ich das so, ganz entschieden. Aber tiefer in mir drinnen, stimmt das schon nicht mehr so ganz, wenn ich ehrlich bin. Da meldet sich irgendwo mein tiefverwurzeltes christlich-pietistisch-kapitalistisch-chronisch-schlechtes Gewissen und redet was von Faulsein, von Kinder sind Privatvergnügen, von eigentlich-mal-was-Richtiges-Leisten-müssen …

Dieses Gewissen (oder wie man es sonst nennen mag), gibt mir am Ende eines Tages, an dem ich fast ausschließlich mit Familie- und Hausarbeit zu tun hatte, das Gefühl, NICHTS wirklich getan zu haben. Es lässt mich unbefriedigt zurück und mein tagesaktuelles Selbstwertgefühl in den Keller sacken. Diesem Gewissen trete ich dann entschlossen entgegen und zähle auf, wie anstrengend doch alles ist, was ich alles den lieben langen Tag gemacht habe, Kind versorgt & Wäsche gewaschen & aufgeräumt & geputzt & soweiter. Ich äußere das dann auch ab und zu, aber tief in mir drin, bleibt der Zweifel. Eigentlich ist das nicht wirklich viel wert. Und ich dann denke manchmal, das gibt’s doch gar nicht! Wenn ich mich schon selbst so schwer tue, meine eigene Arbeit anzuerkennen, wie kann ich es dann von anderen erwarten? Und letztendlich geht es ja darum, oder? Ich möchte gesellschaftlich für das, was ich tue, Anerkennung.

Gesellschaftliche & persönliche Anerkennung gehen natürlich Hand in Hand. Und es stellt sich schon die Frage, wie man diese erlangt. Zum Beispiel darüber, dass eine Tätigkeit als Arbeit gewertet wird. Bei den Diskussionen, die sich bei feministmum und ebenso bei gluecklich scheitern entsponnen haben, und auch bei mir selbst, sticht hervor, dass der Fokus dabei sehr stark auf „das Anstrengende“ gelegt wird. Damit wird versucht zu untermauern, ums-Kind-kümmern sei Arbeit – oder eben auch keine. Naheliegend, denn der (Erwerbs-)Arbeitsbegriff ist hierzulande ja äußerst negativ konnotiert. Arbeit – das ist Anstrengung, Hierarchien, Arbeitsanweisungen, manchmal blöde Chefs & Kolleg*innen, Routine, Langeweile.

Das passt ja irgendwie alles auch auf die Familienarbeit. Auch die ist anstrengend, oft fremdbestimmt, langweilig, routiniert etc. Statt Kolleg_innen nerven die Kinder oder Partner/innen … Und trotzdem zählt das nicht so richtig. Anstrengung alleine kann also nicht der Knackpunkt sein, der die gewünschte Anerkennung bringt.

Es bringt meiner Meinung nach deshalb nicht viel, im Kampf für die Anerkennung von Familienarbeit darauf zu fokussieren, wie viel Stress Kind/er machen können. Das ruft eher ein fast reflexhaftes: „Das ist doch alles bloß Gejammer, geht doch erst mal richtig arbeiten“ hervor. Und ruckzuck hat man eine „mein-Alltag-ist-viel-stressiger-Competition“, in der sich alle gegenseitig zu übertrumpfen versuchen. Eine Sackgasse.

Aber was dann? Ich weiß auch nicht recht, was nun die „Lösung“ ist. Darauf warten, dass der stete Tropfen den Stein höhlt? Ich fürchte, es wird noch ewig dauern, bis sich die Anerkennung von Familienarbeit auch im Mainstream durchgesetzt hat. Aber bis das passiert ist, bin ich vermutlich tot. Ich brauche also für mich persönlich eine andere Lösung.

Ein kleiner Ansatz ist für mich selbst, nicht beim Stress-Vergleich miteinzusteigen bzw. auszusteigen. Denn der bringt mir nichts. Ich möchte lieber anfangen meinen eigenen inneren Stein höhlen, der sich da über die Jahre in den Magen geklumpt hat. Das geht eventuell schneller: 1. möchte ich das innere Mantra „ich habe nichts hingekriegt den ganzen Tag“ langsam abschalten und mir selbst etwas mehr Wertschätzung entgegenbringen. 2. möchte ich für mich den Arbeitsbegriff etwas umkrempeln und Arbeit als etwas sehen, das mir Spaß macht, das ich gerne mache. Ich möchte gerne zu meiner Erwerbsarbeitsstelle gehen. Ich möchte gerne mit meiner Familie zusammensein, mich um sie kümmern. So als Grundeinstellung. Denn es gibt bei jeder meiner Tätigkeiten immer auch Aspekte, die Spaß machen, befriedigend sind. Dass es auch mal Stress, Hektik, Nerverei geben kann – klar. Aber ich möchte nicht, dass das die default-Einstellung ist und die Freude daran die Ausnahme. Schwer. Sehr schwer. Aber nicht unmöglich, oder?

Was ich mir für die Diskussion um Familienarbeit & Wertschätzung wünsche: dass diese Be- und Abwertung anderer Lebensmodelle, dieses ewige herablassende Vergleichen endlich mal aufhört. Reproduktive Arbeit ist Arbeit, egal wie anstrengend oder locker das der_die Einzelne empfindet. Anstrengung ist kein Maßstab!

… ich räum dann mal später auf

mal einfach langsam machen
es geht auch mit Gemütlichkeit

Ich habe etwas für mich Wesentliches in der Elternzeit gelernt – bzw. versuche es zu lernen –  und zwar mich in freien Stunden einigermaßen streng an den Grundsatz zu halten: Erst das Vergnügen, dann die Arbeit! Denn andersrum bleibt meist nur das Letztere. „Freie Stunden“ bedeuten: Zeit alleine, ohne das kleine Kind, ohne Termine, ohne Erwerbsarbeit. Es hat ein ganzes Weilchen gedauert, bis ich den Dreh raus hatte: Erst auf dem Sofa rumgammeln, Freund/innen anrufen, Internet lesen und sonstige spaßige Dinge tun und dann danach, wenn Zeit bleibt, das häusliche Chaos lichten.

Zunächst lief das nämlich eher so: Kind F. ist aus dem Haus, in Krabbelgruppe (neuerdings) oder mit dem Papa unterwegs und ich verfiel in blinden Aktionismus. Die Wohnung sah aus wie Sau, also Wäsche waschen, spülen, saugen, aufräumen etc. War die Arbeit halbwegs getan, ließ ich mich aufs Sofa fallen. Tee & Krimi, hach wie schön, doch schon kurz darauf zeriss ein „Haaaalllooho, wir sind wieder daha!“ die gemütliche Stille. Nach kurzer Zeit war der Urzustand wiederhergestellt und ich hatte das deutliche Gefühl, dass hier irgendwas nicht stimmte.

Den Dreh zu kriegen, war dennoch nicht leicht, zu tief verwurzelt war (und ist) der Zwang, ständig produktiv zu sein, irgendwas zu tun, die freie und immer zu kurze Zeit optimal zu nutzen: Hausarbeit, über berufliche Perspektiven grübeln oder wenigstens endlich mal wieder kreativ zu sein. Also versuchte ich den Spieß umzudrehn, planmäßig nichts Reproduktives zu tun und zu lernen, dass die Welt von ein bisschen mehr Chaos&Dreck zu Hause auch nicht untergeht. Zumindest temporär nicht.

Und dann stieß ich etwas unverhofft noch auf ein zweites Problem: So lange ich das Kind durch die Gegend schiebe, mich auf dem Spielplatz langweile oder sonstwie beschäftigt bin, hab‘ ich einen dicken Hummelschwarm in Kopf. Gedanken surren hin und her, super Ideen im Gepäck, was ich alles machen könnte, hätte ich die Zeit dazu. Ist es dann so weit, dämmern die kleinen Viecher vor sich hin, verfallen in die Winterstarre. Apathie. Nix im Hirn. Keine Lust auf irgendwas. Das gibt es doch nicht. Stattdessen raunt das blöde Gewissen: Vielleicht doch die Fenster putzen?

Stück für Stück versuchte ich, dem Vergnügen Vorrang zu geben, lange Weile zuzulassen (auch wenn es mir vor mir selbst sehr peinlich ist, dass diese mich heimsucht), mich seit Ewigkeiten wieder in den Krimirausch zu begeben, manchmal einfach nichts zu tun, dem Müßiggang zu frönen.

Nun schaut ab und an die Muse auf ein Küsschen vorbei und ich lade sie zum Verweilen ein. Und bitte sie, doch auch vorbeizukommen, wenn sehr bald schon die Luxuszeiten enden und der Job mit Alltag wieder beginnt.

Schmatz.

P.S.: Als dumpfes Unbehagen schwirrte mir das Thema schon lange im Kopf herum. Etwas systematischer habe ich mich bei der Lektüre von Dorothee Markerts Buch „Lebenslänglich besser. Unser verdrängtes pietistisches Erbe“ damit beschäftigt. Sie klamüsert auseinander, wie sehr uns die pietistische „Schaffen schaffen Häusle bauen“-Mentalität, in der Müßiggang  keinen Platz findet, heute noch beeinflusst. Eine Besprechung findet sich bei Antje Schrupp.

P.S.II: Ich möchte noch auf einen Artikel bei glücklich scheitern hinweisen, die sich gerade auch eine Auszeit nimmt und sich einfach mal „treiben lassenmöchte.