Gewonnen, aufgelesen & verlinkt

Es ist fast unglaublich – aber ich habe tatsächlich mal etwas gewonnen! Jahrelang stand ich sehnsüchtig vor den Riesenteddybären an der Losbude – und zog dann doch immer die Nieten oder bekam doofe Trostpreise wie Bleistifte oder hässliche Plastik-Schlüsselanhänger. Um mir den Frust zu ersparen, kaufe ich seit Ewigkeiten nur noch in Ausnahmefällen Lose, es hat ja keinen Zweck, und an Gewinnspielen beteilige ich mich nie. Was meine Gewinnchancen natürlich dramatisch senkt.

Aber bei Greta (deren Blog ich übrigens allen empfehle, die gerne einfühlsame Familiengeschichten lesen) habe ich mitgemacht bzw. es ging eigentlich nur darum, unter ihrem Blog-Geburtstags-Post einen Kommentar zu hinterlassen und das hätte ich so oder so getan, Verlosung hin oder her. Als dann aber gestern ihr Briefchen hier eintrudelte, habe ich mich doch sehr gefreut. Post bekomme ich nämlich auch nahezu nie. Zumindest keine auf Papier. Und dann noch so tolle Postkarten, aus Berlin! Wo ich doch ein großer Postkarten-Fan bin (Berlin-Fan natürlich auch)! Vielen Dank!!!

So, und hier sind noch ein paar Links, die ich in den letzten Tagen/Wochen aufgelesen habe:

    • Momatka und AufZehenspitzen haben jeweils sehr gute Texte zu der Dove & co-Werbekampagne ‚Starke Mütter – starke Töchter geschrieben‘.
    • AlsMenschverkleidet über linke Szenemackerpapis (da geht mir der Hut hoch!)
    • Katharina über die … äh, ja … nicht gerade totale Kooperation ihres Kindes bei der Entwicklungs-Kontroll-Untersuchung ein Jahr vor der Einschulung. Die Antworten des Jungen auf die Fragen des Arztes sind beachtlich.
    • Der Pfeffermatz denkt sich gerne Schnitzeljagden für die Geburtstage seiner Kinder aus. Ein paar Ideen der letzten Jahre hat er aufgeschrieben. Puh. Krass. Besonders gut gefällt mir die Detail-Foto-Schnitzeljagd. Ich behalte das mal im Hinterkopf, dauert hier ja noch ein paar Jährchen …
    • Michaela Albrechts schreibt sehr offen, wie sehr Likes & Follower & Shares ihr Ego streicheln und welchen Neid sie auf andere empfindet, die mehr davon abgekommen: Anerkennung ist eine Droge.
    • C. Rosenblatt hat ihren Fotos einen Blog spendiert: Einfach mal angucken.
Gewonnen!
Gewonnen!

Ansonsten zitiere ich hier mal meine Oma auf die Frage, was sie denn so den Tag über macht: „Ich komm‘ ja zu nix!“. So isses. Ich auch nicht.

Verlinkt

Ich nehme jetzt mal die Verlinkungstradition hier wieder auf. Zwar komme ich nicht viel zum Lesen, schon gar nicht außerhalb meiner geschätzten Filterbubble, die sich weitgehend gegenseitig liest, oder? Aber vielleicht ist trotzdem etwas dabei, das ihr noch nicht kennt.

Außerdem könnte ich locker noch weitere 3 Monate über einen neuen Namen für diese Rubrik nachdenken, die ich einmal „Feedreaderperlen“ nannte. Nach dem Einstampfen des Google-Readers hadere ich mit Feedly, so richtig passend ist das also nicht mehr. Mir fällt derzeit nichts Kreatives ein, darum der karge Titel. Vorschläge nehme ich äußerst gerne entgegen – es gibt dafür einen Sack voller virtueller <3 <3 <3 zu gewinnen!!!

Also, los geht’s:

Ole Schröder Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern gibt sein Amt auf, um mehr Zeit für seine kleine Tochter zu haben. Im Gespräch mit dem SPIEGEL erklärt Kristina Schröder den Schritt ihres Ehemanns. Es sei falsch, Väter zu kritisieren, die sich dafür entschieden, sich im Beruf weniger zu engagieren.

  • Ich kann natürlich äußerst gut nachvollziehen, welch Drama eine vergessene Eule auslöst! Um so froher (froh-froher-am frohsten?) bin ich, dass Kind2 auch ohne Lieblingstier einschläft. Mit Kind1 dagegen hatte ich ein ähnliches Drama mit einem Hasen, der noch ein paar Tage länger bei der Freundin in Kassel zu Besuch blieb und per Post nachgeschickt werden musste. Oh oh!
  • Ein witziger Bericht aus der Ferienkinderhölle. Auch wenn es für Anna Luz vermutlich nicht so recht lustig war an dem Tag.

Meiner geschätzten Ansicht nach ist ernst dreinschauender Geniekult ja nichts als Farce.  Dieses Getue, als würden ausschließlich jene paar wenigen kreativen Genies Kraft des Zungenkusses, den sie tagtäglich von ihrer Muse verpasst bekommen, dazu legitimiert sein, ihres Amtes zu walten.

  • Das Nuf verrät ihre Lese- und Hörgewohnheiten. Mit vielen vielen interessanten Links zum Anklicken. Ich habe sie alle in 3523 Tabs offen und werde sie … äh … im Laufe der Zeit durcharbeiten.

Viel Spaß, gehabt euch wohl und bis bald.

Feedreaderperlen V

Früher war mehr Sonne am 1. Mai. Und mehr Party. Vor allem in der Nacht, beim rauschenden Tanz in den Mai. Wobei – Party hatte ich hier auch, jedoch der etwas anderen Art. Babyparty, ein unruhig schlafendes Kind, das es nicht geschafft hat, sich selbst den Schnuller in den Mund zu bugsieren, so dass eine schlaftrunkene Mama sich nach dreimaligem Rüberlatschen schließlich doch daneben legte und beruhigende „psssschds“ von sich gab. Mit mäßigem Erfolg. Nunja. So bin ich heute also auch unausgeschlafen, wie früher, nur wenigstens nicht verkatert, und blicke mit dicken Augenringen in diese trübe Nebelsuppe, die seit Tagen über der Stadt wabert und sich so langsam auch in meinem Hirn ablagert.

Während die Mitbewohner/innen frühstücken, setze ich mich unkommunikativ und unhöflich ab und nutze ich die Zeit, um mal wieder ein paar Linktipps in dieses Internet zu streuen, lange sind die letzten her.

Wir beginnen mit dem Glück. Wichtig, gerade an so trüben Tagen. Catherine (es kommen so viele über ihren Blog hierher, dass ein Zurückverlinken wahrscheinlich so etwas ähnliches ist, wie Eulen nach Athen zu tragen. Aber egal.) schreibt einen schönen Text darüber, wie glücklich sie das Nähen macht. Man kann das gut auch lesen, wen man so ein völliger Näh-DAU ist wie ich, denn eigentlich, ja eigentlich geht es darum, mit Feuer & Flamme unterm Hintern bei einer Sache zu sein, sich einen Kindheitstraum zu erfüllen, etwas zu tun, wofür das Herz brennt. Das kann nun mal vieles sein. Es ist ein Glück, wenn man so etwas für sich findet!

Eva Karel, ok, wer kennt ihren Blog noch nicht? Dann mal vorbeischauen. Mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut, ihre Geschichten über den Alltag mit zwei Kindern, Arbeit, Yoga, Umzug. Immer mir viel Humor, auch wenn es mal stressig wird.

„Ich habe den Geschmack dieser unwiederbringlichen Zeit im Mund, als Freundschaft etwas Selbstverständliches war, und Kommunikation ohne große Anstrengung passierte.“ Silenttiffy schreibt über Freundschaft, Aufgehobenfühlen, das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein – oder eben auch nicht, über das Angenommensein. Sehr bewegend. Ich kann das gut nachempfinden und es lässt ein nochmaliges „achja, früher …“ in mir aufpoppen.

Auf <3 gibt es ein Interview mit Anne Roth, das viele wahrscheinlich schon kennen. Es geht darum, über schlichte Zahlen (1,2,3, viele) das unausgeglichene Geschlechterverhältnis auf allen möglichen Veranstaltungen, also Talkshows, Konferenzen, 1. Mai-Reden etc. pp. sichtbar zu machen. Indem Männlein & Weiblein (ja, in diesem halt immer noch leider vorherrschenden Dualismus) gezählt und diese Zahlen veröffentlicht werden. Ich finde das gut, weil es ein hilfreiches Instrument ist, die eigene Wahrnehmung zu überprüfen, wie Anne Roth ausführt. Das kann man übrigens auch gut mal bei Redeanteilen in Minuten anwenden. Bringt manchmal erstaunliche Ergebnisse (oh, der quatscht ja gar nicht sooo lange, wie sich das anfühlt).

So, das wars für heute. Ihr seid wahrscheinlich eh alle beim Wandern, Feiern, Demonstrieren, was man halt so macht am 1. Mai. Vielleicht wage ich nachher auch noch einen Schritt vor die Türe, um gemeinsam mit dem Bruder die Kinderlein im Bollerwagen durch die Gegend zu schieben (und den Biergarten anzusteuern, der heute offiziell die Pforten öffnet. Hieß es. Mal sehn, vielleicht gibt’s ja Glühwein).

Feedreaderperlen III

Ich habe ja inzwischen kapiert, dass ihr die Artikel aus der Rubrik „Mama & Kind“ eh schon fast alle kennt … deshalb brauche ich hier wohl nicht mehr auf die Elternzeitrhetorik von gluecklich scheitern  oder auf Mädchen sind so – Jungen auch vom Frl. Rabatzki usw. verlinken (Eule und Athen, da war was), oder?

Die Nuss schreibt ganz bezaubernd über das Gefühlskomma.

Suschna hat nach der Lektüre der Kommentare beim Nuf den Eindruck, dass hier wieder der „nicht totzukriegende Schuldreigen ‚Rabenmutter vs Luxusmutter'“ in Gang gesetzt wurde. Sie empfiehlt darum allen „Deko-Bastelmüttern“ ein Nicht-Outing und schlägt gleich mal ein paar Strategien fürs Undergroundbasteln vor. Liebe DIY-Mamas, was mich angeht, ich blicke schlicht oft neidisch in eure tollen Blogs, die ich Obermasochistin im Dutzend mindestens abonniert habe. Wie schon mal beschrieben, sehen meine DIY-Versuche nämlich eher so aus. Gestern meinte der Liebste doch tatsächlich auf meine Jammereien, dass wir in einer schmucklosen Ratzebude hausen: „dafür dekorierst du ja deinen Blog“. Hahaha.

Wer sich schon mal über die Telekom geärgert hat (nöööö, nieeee!),
kann mal bei Dominik Schwarz nachlesen, wie man eine richtig schöne Brieffreundschaft aufbaut (vermutlich so ne Art Aggressionsabbautherapie? Oder bewundernswert geduldig, der Mensch).

Nicht vertretbar schreibt einen nachdenklichen Text über Haare und das Herumschleppen von Ängsten, Hoffnungen, Wünschen in unseren unterbewussten Rucksäcken. Ich würde ja einfach gerne öfters „Like“ klicken bei ihr … ist aber kein WP-Blog, da geht das leider nicht.

hihihi. Nun doch noch ein Link auf eine Mama-Kind-Geschichte bei vierachtel: Das „kleine lustige Mädchen“ übt sich in Untreue und findet .. äh .. interessante Literatur.

Die Python Software Foundation hat gerade beschlossen, nur noch Konferenzen finanziell zu fördern, die einen Code of Conduct/Anti Harassment guide beschließen (und umsetzen). Gute Idee, meint hpk42, und fragt sich gleichzeitig, wie es denn so mit den traditionellen Familienmodellen in der IT und Python world (engl.) aussieht.

Antifaschistisch, links, politisch sein. Die obligatorischen Sticker auf dem Laptop. Doch was tun, wenn Neonazis direkt vor deiner Nase H**l H*tl*r grölen? Da geht der Arsch dann doch auf Grundeis und der Mund bleibt zu, beschreibt Alexander N. Sehr lesens- und darüber-nachdenkens-wert, finde ich.

Judit Polgár ist die beste Schachspielerin der Welt. Die Schachweltklasse ist ein Männerverein, immer noch.

Feedreaderperlen II

Diese Woche gibt’s „nur“ ein paar Feedreaderperlen. Ich habe eine rätselhafte Schreibblockade, die mir das Hirn verklemmt. Und bevor ich weitere Stunden in Internetien verplempere, haue ich mal die Links raus und bereite mich auf den heutigen Abend vor. Wir gehen nämlich aus. Schon wieder. Das zweite Mal nun zu zweit. Eigentlich wollte ich vorher mal noch ein bisschen aufräumen, damit der Babysitter (dieses Mal nicht die Nachbarn, sondern so richtig extern. Aber kindbekannt, natürlich) nicht das Amt verständigt wegen fortschreitender Versumpfung. Ich habe aber auch eine rätselhafte Aufräum- und Putzblockade und mich stattdessen entschieden, 20 Watt-Glühbirnen in die nicht vorhandenen Lampenschirme zu friemeln, dann fällt der Sumpf vielleicht nicht so auf. Außerdem fange ich an, literweise Schwarztee in mich reinzuschütten, weil wir zu einer Zeit wegwollen, zu der ich normalerweise allenfalls Richtung Bett schlurfte. Ts ts ts. Heutzutage braucht man zum Tanzen ja nicht vor 11 oder so los. Früher war alles besser. (Da fällt mir grad ein, ich sollte Kind 1 noch fragen, ob wir in unserem Alter überhaupt in den Schuppen reindürfen bzw. arg auffallen. Vielleicht sollte ich noch schnell die Haare färben …). Ähm. Ja. Die Feedreaderperlen. Fast hätte ich’s vergessen:

Talentfrei schön schreibt über das Stillen bzw. den Zwang zum Stillen. Ist bei uns ein Glück kein Thema mehr, habe es aber trotzdem gerne gelesen. Toller Text.

Gut gefallen hat mir auch „Kind, können wir Freunde sein“ von Babykram & Kinderkacke, die als junge Mami auch mal ne Pause braucht von Kind und Mama-sein. Ja. Und: Es liegt nicht am Alter, das sag ich euch (nach Überwinden der Blockade, ihr wisst schon, reiche ich die Begründung nach).

Herr Buddenbohm schafft es, einen Wutanfall seines Sohnes in einem Satz und 11 Zeilen zusammenzufassen. Mit einem E-Book wäre ihm das tatsächlich nicht passiert.

Ich habe mich in letzter Zeit ausführlich über diese Filterei in Facebookhausen aufgeregt. Bei Christian Buggisch gibt es ein sehr informatives, unaufgeregtes Interview über diesen Edgerank, der dafür sorgt, dass eure Beiträge nur noch  bei einem Viertel eurer „Freunde“ ankommen, und über das liebe Geld. Wer’s lieber emotionaler hat, schaut hier.

er*sie*es erklärt, warum die Abkürzung HiWi äußerst problematisch ist. Ja ja ja. Schließe mich absolut an. Und: warum nicht einfach WiHi – wissenschaftliche Hilfskraft? Da muss man sich kaum umstellen, daran kanns also nicht liegen.

So, und abschließend noch der Hinweis auf einen sehr lesenswerten Text in der Zeit zur faktischen Abschaffung des Asylrechts. Das ist 20 Jahre her. Gut zusammengefasst. Wirklich, wer das damals nicht mitgekriegt hat, aus Altersgründen oder wieso auch immer: lesen!

So long. Viel Spaß. Ich muss jetzt los. Glühbirnen kaufen.

Feedreaderperlen I

Ich habe ja kürzlich mal in meinem Feedreader gekrustelt und meine Leseliste aktualisiert. Und weil ich bei anderen immer gerne kommentierte Linklisten lese, sammle ich nun auch ab&zu ein paar Perlen zusammen.

Außerdem: Viele der tollen Blogger/innen, die ich verfolge, treiben sich auch auf  Twitter rum. Hier ein kleines Ratespiel: wer steckt wohl hinter: @dressedasahuman und @MamaKroenchen? (zugeordnet zu ihren Blogs findet ihr alle hier). Viel Spaß beim Folgen und vielleicht mitzwitschern.

Aber hier nun die Feadreaderperlen I:

  • Mama hat jetzt keine Zeit möchte mit ihrem Dreijährigen Schuhe kaufen. Nix einfacher als das – wenn da der Knirps nicht wäre, der mal eben den ganzen Schuhladen … nene nix verraten, lest selbst. Hab mich weggeschmissen vor Lachen – auch wenn’s für die Mami in der Situation sicher alles andere als komisch war.
  • Marie überlegt im Heckenrosental, was es bedeutet, wenn sie das Verhalten ihrer kleinen Tochter mit dem des größeren Bruders vergleicht. Der Abgleich des gerade Erlebten mit den Erfahrungen beim Erstgeborenen.  Nachdenklich, anregend & ein schönes Foto.
  • Kiki von e13 nimmt den neuen Bond auseinander. Solltet ihr nicht lesen, wenn ihr noch reinwollt. Ich wäre ja nie auf die ganzen Punkte gekommen. Aber ich bin auch megaanspruchlos derzeit (hüstel) und freu mich wie blöd, wenn ich ins Kino „darf“ … fast egal, in was. Hauptsache.
  • Wieso wird über Krebs meist so gesprochen, als gäbe es einen Kampf mit gleichberechtigten Gegnern, als läge es an einem selbst zu gewinnen – oder zu verlieren, fragt sich Temel mit Comic und einem bewegenden Text.
  • Jessy ist coachsurfend in New Orleans bei einem Typ, der mitten im Nettsein sekundenlang übergriffig wird. [Warnung: ist ziemlich heftig, der Text. Und: Er heißt nicht umsonst „Grusel!“]
    “Es ist die doppelte Ebene. Ist jemand ein offenkundiges Arschloch, kann man ihm entsprechend begegnen. Aber ist jemand vordergründig freundlich und zuvorkommend und plötzlich eine Fingerschnipsphase lang übergriffig, zweifelt man an seiner Wahrnehmung. Wie das Bild einer Abscheulichkeit, das für eine Sekunde in eine Komödie reingeschnitten wurde und das man meint, nicht gesehen haben zu können. Perfide.” Ja!
  • AufZehenspitzen schreibt einen sehr schönen Text über Erziehung, Regeln, Konsequenz – und Inkonsequenz. Es gibt Regeln, die gelten immer, und es gibt welche, bei denen kann man auch mal verhandeln & auf die Bedürfnisse schaun. Nur, warum zum Kuckuck heißt das bei den Erwachsenen „Spielraum“ und in der Erziehung „Inkonsequenz“?
  • Das Ministerium für Wahrheit nimmt nun endlich seine Arbeit auf, wie das Gespenst der Armut berichtet.

So viel für heute. Have fun! :-)

Im Feedreader gekrustelt

Weil sie selbst durch die Linklisten auf anderen Blogs immer wieder auf tolle Seiten gestoßen ist, stellte das Nuf vor ein paar Tagen auch ein paar Tipps zusammen und rief auf: Zeigt her eure Quellen!

Cool, dachte ich. Ich wurstel mich nämlich auch gerne durch Linklisten bei anderen und mag die täglichen Tipps z. B. bei wirres.net oder bildblog.de. Ich freue mich immer über neue Blogs jenseits meiner bisherigen Bubble und war deshalb mords gespannt, was an Quellen kommen würde. Tja. Immer wieder klickte ich mich also heutegesternvorgestern auf die nufsche Seite … aber da kam nix. Keine Kommentare, keine Links. Also gut, jetzt habe ich halt mal meinen Feedreader durchgekrustelt und die Sache zum Anlass genommen, meine Lesen!-Liste zu überarbeiten. Die platzt nun aus allen Nähten – und ist doch nur ein Auszug. Hier die Neulinge:

Ganz neu dabei ist jessyfromtheblog, die derzeit auf einer 6monatigen Weltreise ist – und bei der ich jeden ihrer Reiseberichte „liken“ könnte. Besonders grandios fand ich ihren Text für die Neidischen, die mit vielen „Aber“s begründen, warum sie ihre Träume nicht verwirklichen können. Ein Text über Courage: “Verschiebt eure größten Wünsche und Träume nicht auf dieses “irgendwann, wenn’s besser passt”! Und fragt euch immer wieder: Welche Art von Leben will ich sehen, wenn ich im Altersheim “Zur schattigen Pinie” kalten Cappuccino aus der Schnabeltasse schlürfe?”

Der Nesselsetzer postet immer wieder interessante TED-Talks, bei ihm fand ich kürzlich den Vortrag der Jura-Professorin Elyn Saks, die über ihre Geisteskrankheit Schizophrenie sprach. Sehr ergreifend, mutig, beeindruckend.

Bei Cat-und-Kascha, dem feministisches Nähblog für das 21. Jahrhundert, bewundere ich die unglaubliche Produktivität und das Niveau ihrer Arbeiten. Meist rauscht mein DIY-Selbstbewusstsein allerdings in Höchstgeschwindigkeit in den Keller. Zwischendurch gibt’s zum Luftholen auch mal politische Texte.

Dann gibt es natürlich noch die vielen Blogs von (feministischen) Mamas mit kleinen Kindern. Alltagsgeschichten. Aufreger. Freuden. Frust, davon habe ich eine ganze Reihe auf der Liste. Die mag ich alle. Und ich könnt mich kringelig lachen, wenn die Krähenmutter überlegt, wie sie mit neuen Fans umgeht: Rezepte? Fotos? Bastelanleitungen? Neee, is alles nix. Es bleibt, ein Glück, beim Alten.

So, und zum Schluss noch den Ufoport Glufenteich, der fotografiert olle alte (Kaugummi)Automaten & Schilder. Witzig.

Was mir ein bisschen fehlt, das sind weitere politische Blogs. Und zwar keine Besserwisserblogs a la spiegelfechter.com, die einem ständig die Welt erklären – ey, isch kenn mich aus, jungs. Sondern eher im Stil von konsumpf.de, der sich mit Konsumkritik befasst. Gerne auch Gemischtwarenblogs, bei denen halt zwischendurch mal ein Text zur Bankenrettung, Produktionsbedingungen in xy, RefugeeCamp, zu dem ganzen ollen System und seinen Kleinteilen kommt. Habt ihr da Tipps?