Na sowas: Blog der Woche

cloudette ist Blog der Woche auf Nido.de. Wie schön.

Ein herzliches Willkommen, liebe Nido-Leser*innen! Ich freu‘ mich, dass ihr hier seid!

  • Der meistgelesene Artikel hier ist sicher dieser: Was Sie (sich) mit Kindern sparen können
  • Am seltensten geklickt wurde bisher dieser aus meiner Anfangszeit: Wieder lesen lernen. Aber das kann sich ja ändern ;-).
  • Hier gibt’s ein paar Artikel zu Reisen mit Kind (teilweise während der Elternzeit). Und Eulen schwirren hier auch ab uns zu rum.
  • Es gibt mich zudem auf Twitter & Facebook
  • Auf meiner Blogrolle findet ihr eine Auswahl aus meinen Lieblingsblogs (nein, nicht alle 283!). 

Viel Spaß beim Umschauen und Stöbern!

Kind2 wollte auch Eulen. "Mama malt". Die hat es jetzt an seiner Tür.
Kind2 wollte auch Eulen. „Mama malt“. Die hat es jetzt an seiner Tür.

Warum ich eine Pause brauche

„Wenn wir hier sturmfrei haben, feiern wir ne Strohwitwenparty!“, sagte ich zur Mitbewohnerin.

„Auja, wir sitzen auf dem Balkon, trinken Malibu und bloggen wie verrückt.“

Das war der grobe Plan für die Woche, in der die Männer auf Reisen waren. Was daraus wurde: aus dem Balkon die Küche, aus dem Malibu Radler und aus dem Bloggen … nunja: nichts. Wir saßen abends beisammen und redeten, über dies und jenes, wir besprachen unser Bloggerinnen-Dasein hoch und runter. Und wird schrieben beide keine Zeile, aus unterschiedlichen Gründen. Bei der Mitbewohnerin, die ein erfolgreiches Blog auf Polnisch betreibt, puzzelt sich ihr Leben nach erfolgreicher Dissertation neu zusammen. Und mir wuchs mein digitales Leben gerade ein bisschen über den Kopf.

Jede freie Sekunde nutzte ich in den letzten Monaten für das Netz, ließ mich mittreiben von vielen Geschichten, verfolgte Blog-Soaps und Berichte. Mit einer Hirnhälfte hing ich stets auf Twitter, ich surfte durch meine 282 abonnierten Blogs, war sogar auf Facebook unterwegs. Ich formulierte Gedanken in 140 Zeichen, chattete mit den Twitter-Damen, schrieb Kommentare.

„Das ist ein bisschen so, als würdest du jeden Tag Besuch von mehreren Freundinnen bekommen“, sagt die Mitbewohnerin dazu. Ja. Und jede davon erzählt ihre Geschichten. Traurige, schöne, fröhliche, trübe, spannende. Über die erfolglose Jobsuche, den fehlenden KiTa-Platz, das letzte gelesene Buch, die Beziehungskrise, die Ferienpläne, undsoweiterundsofort. Dazu kommt noch die politische Groß- und Kleinwetterlage. Prism, Überwachung, Asylpolitik etc. pp. Und die Säue, die durchs Twitterdorf rennen, aufgeregte Tweets, Retweets, Posts. Durch meinen Kopf spukten 10000 Dinge, Schicksale, Aufreger von vielen Menschen. Und ich fühlte mich irgendwann etwas getrieben. Überfordert.

Verrückt, oder?

Oder auch nicht. Denn hinter all den Geschichten stecken Menschen. Menschen, die ich zwar nicht persönlich kenne, die mir aber über die Zeit trotzdem nahe gekommen sind. Von deren Leben ich einen Ausschnitt über ihre Blogs mitbekommen habe und über Twitter, den großer Zwitscherfluss. Die große Kunst ist hier vielleicht, auszuwählen, zu sortieren, nicht alles in den Kopf zu lassen. Das ist Neuland, für mich zumindest. Ich habe noch keinen Weg gefunden, damit umzugehen.

Die Offline-Welt hat Schwierigkeiten, das nachzuvollziehen. Ich begann irgendwann, heimlich auf dem Klo zu lesen und zu twittern. Nicht nur, weil ich dort meine Ruhe hatte, sondern weil ich keine blöden Kommentare hören wollte. Es ist von Zeitverschwendung die Rede, von Banalitäten, die ins Netz gepustet werden. Man kennt das ja, die twittern doch alle, dass sie gerade in der Sonne sitzen und in der Nase bohren, wer braucht das schon, das wahre Leben findet dort nicht statt.

Mich erstaunt diese Urteilssicherheit immer wieder. Etwas zu bewerten, das man nicht kennt, von dem man allenfalls ein vages Bild hat, keine eigenen Erfahrungen. Manchmal ärgert mich das gewaltig, dann möchte ich nur mit Menschen darüber reden, die sich auch einmal kopfüber in das Netz gestürzt haben, die nachvollziehen können, was das heißt. Wie die Mitbewohnerin zum Beispiel. Und der Freund. Sie wissen, was ich meine. Sie kennen die Bereicherung, die Faszination, die tollen Kommunikationen. Und sie kennen auch die Überforderung.

Ist es Zeitverschwendung? Manchmal, vielleicht. Oder es ist einfach Zeitverwendung. Zeit, die mit Job und Kind einfach immer knapp ist, ein kostbares Gut. Die ich mir besser einteilen möchte.

Ich beschloss also, mal eine kurze Pause zu machen, zumindest in der Strohwitwenwoche, damit das Alleinzuständigsein für das Kind nicht so anstrengend wird. Aus der einen Woche wurden zwei. Und dann drei. Dann vier. Ich fühle mich tatsächlich entspannter, präsenter im Offline-Dasein. Ich gehe arbeiten, buddel stundenlang im Garten rum, bin  mit dem Kind auf Spielplätzen, mit der Mitbewohnerin am Quatschen, lese Bücher. Alles ganz gechillt, wenig Aufreger – bis auf die, die ich über die Nachrichten mitbekomme (das sind derzeit auch schon ganz schön viele).

Kann man Menschen vermissen, die man eigentlich nicht kennt? Ja. Sehr sogar. Ich vermisse die Twitteritas, die Mädels (und ein paar Jungs), die Kommunikationen mit ihnen. Ihre Sprüche, ihr Leben, ihre Kommentare. Momatka hat das kürzlich auch beschrieben. Ich unterschreibe.

Die Frage ist jetzt, wie ich eine Balance finden kann. Wie ich es schaffe, mich nicht wieder kopfüber in den Twitterstrom zu stürzen, nicht alles zu lesen, alles in meinen Kopf zu lassen. Es wird mir schnell zu viel. Ich möchte das, was ich mache, konzentriert tun. Nicht gedanklich halb im Netz sein, wenn ich mit dem Kind unterwegs oder auf der Arbeit bin. Ich möchte mich andererseits nicht rechtfertigen müssen, wenn mir eine Unterhaltung im Netz genau so wichtig ist, wie ein Gespräch offline. Ich weiß noch nicht, wie ich das mache. Wahrscheinlich muss ich auswählen, meine Blogrolle abspecken. Mir Online-Zeiten setzen. Nur noch all x-Tage lesen … Keine Ahnung. Meine Freundinnen kommen ja auch nicht jeden Tag zu Besuch – das würde mich Höhlenbewohnerin auch schwer überfordern.

Ihr seht, ich bin ein bisschen ratlos, wie sich das wohl lösen wird. Vielleicht bin ich morgen wieder da, vielleicht nächste Woche, im Herbst, ich weiß es nicht. Bis dahin: Gehabt euch wohl, genießt den Sommer und lasst es euch gut gehen! <3!

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Feedreaderperlen V

Früher war mehr Sonne am 1. Mai. Und mehr Party. Vor allem in der Nacht, beim rauschenden Tanz in den Mai. Wobei – Party hatte ich hier auch, jedoch der etwas anderen Art. Babyparty, ein unruhig schlafendes Kind, das es nicht geschafft hat, sich selbst den Schnuller in den Mund zu bugsieren, so dass eine schlaftrunkene Mama sich nach dreimaligem Rüberlatschen schließlich doch daneben legte und beruhigende „psssschds“ von sich gab. Mit mäßigem Erfolg. Nunja. So bin ich heute also auch unausgeschlafen, wie früher, nur wenigstens nicht verkatert, und blicke mit dicken Augenringen in diese trübe Nebelsuppe, die seit Tagen über der Stadt wabert und sich so langsam auch in meinem Hirn ablagert.

Während die Mitbewohner/innen frühstücken, setze ich mich unkommunikativ und unhöflich ab und nutze ich die Zeit, um mal wieder ein paar Linktipps in dieses Internet zu streuen, lange sind die letzten her.

Wir beginnen mit dem Glück. Wichtig, gerade an so trüben Tagen. Catherine (es kommen so viele über ihren Blog hierher, dass ein Zurückverlinken wahrscheinlich so etwas ähnliches ist, wie Eulen nach Athen zu tragen. Aber egal.) schreibt einen schönen Text darüber, wie glücklich sie das Nähen macht. Man kann das gut auch lesen, wen man so ein völliger Näh-DAU ist wie ich, denn eigentlich, ja eigentlich geht es darum, mit Feuer & Flamme unterm Hintern bei einer Sache zu sein, sich einen Kindheitstraum zu erfüllen, etwas zu tun, wofür das Herz brennt. Das kann nun mal vieles sein. Es ist ein Glück, wenn man so etwas für sich findet!

Eva Karel, ok, wer kennt ihren Blog noch nicht? Dann mal vorbeischauen. Mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut, ihre Geschichten über den Alltag mit zwei Kindern, Arbeit, Yoga, Umzug. Immer mir viel Humor, auch wenn es mal stressig wird.

„Ich habe den Geschmack dieser unwiederbringlichen Zeit im Mund, als Freundschaft etwas Selbstverständliches war, und Kommunikation ohne große Anstrengung passierte.“ Silenttiffy schreibt über Freundschaft, Aufgehobenfühlen, das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein – oder eben auch nicht, über das Angenommensein. Sehr bewegend. Ich kann das gut nachempfinden und es lässt ein nochmaliges „achja, früher …“ in mir aufpoppen.

Auf <3 gibt es ein Interview mit Anne Roth, das viele wahrscheinlich schon kennen. Es geht darum, über schlichte Zahlen (1,2,3, viele) das unausgeglichene Geschlechterverhältnis auf allen möglichen Veranstaltungen, also Talkshows, Konferenzen, 1. Mai-Reden etc. pp. sichtbar zu machen. Indem Männlein & Weiblein (ja, in diesem halt immer noch leider vorherrschenden Dualismus) gezählt und diese Zahlen veröffentlicht werden. Ich finde das gut, weil es ein hilfreiches Instrument ist, die eigene Wahrnehmung zu überprüfen, wie Anne Roth ausführt. Das kann man übrigens auch gut mal bei Redeanteilen in Minuten anwenden. Bringt manchmal erstaunliche Ergebnisse (oh, der quatscht ja gar nicht sooo lange, wie sich das anfühlt).

So, das wars für heute. Ihr seid wahrscheinlich eh alle beim Wandern, Feiern, Demonstrieren, was man halt so macht am 1. Mai. Vielleicht wage ich nachher auch noch einen Schritt vor die Türe, um gemeinsam mit dem Bruder die Kinderlein im Bollerwagen durch die Gegend zu schieben (und den Biergarten anzusteuern, der heute offiziell die Pforten öffnet. Hieß es. Mal sehn, vielleicht gibt’s ja Glühwein).

Feedreaderperlen IV

Die letzten Tagen standen im Zeichen des #Aufschreis. Mich hat das Ganze ziemlich aufgewühlt, all die  eigenen und die vielen vielen Erlebnisse anderer Frauen, die über Twitter und Blogs in mein Wohnzimmer gespült wurden. Am Sonntag habe ich das erste Mal seit 100 Ewigkeiten wieder fern gesehen, den Jauch nämlich, und dabei meinen Kopf ca. 1 Mio mal gegen die imaginäre Tischkante gehauen. Die Sendung war eines der vielen Beispiele dafür, warum es den #Aufschrei braucht.
Es gibt inzwischen so viele tolle Blogartikel dazu, dass ich mit dem Lesen nicht mehr hinterherkomme. Eine kleine Blogschau findet ihr bei Kleiner3 (s. auch die Kommentare dort). Besonders berührt hat mich der Artikel von Nele Tabler, die die Jauch-Sendung auseinandernimmt und über Wiebke Bruhns schreibt. Sie war erste Nachrichtensprecherin in West-D-Land und trat an, als ich so ungefähr geboren wurde. Ein Einblick in eine andere Zeit! Warum Bruhns den alltäglichen Sexismus in gewisser Weise als Normalzustand und unveränderlich empfindet, erklärt Antje Schrupp sehr nachvollziehbar.

Dieser Text made my day: Der Hausdrachen schreibt über Rituale, Silvester, eine 70jährige und ein Kind, das extrem wütend über “Omas Arschlochwünsche” ist. Ich lag unterm Tisch vor Lachen.

Bei der Nuss gibt es einen sehr schönen kurzen Text über das Weitermachen

Viele meiner Lieblingsblogs sind inzwischen in Vollansicht via RSS, also im Feedreader, lesbar. Einige leider noch nicht. Darum ein kleiner Appell: Lasst eure Texte frei! Ich will euch lesen! Diese Anteaserei über RSS hat bei mir eher den Effekt, dass ich tolle Texte verpasse. Wieso weshalb warum erklärt euch das Nuf. In WordPress lässt sich das übrigens in 20 s umstellen: WordPress Dashboard –> Einstellungen –> Lesen –> „Zeige im Newsfeed“ –> „Ganzen Text“. Also: Bittebittebitte!

Und kurz vor Schluss: WordPress hat hier (wie auf vielen anderen Blogs) ab&zu Werbung geschaltet, zuletzt offensichtlich irgend so einen Abnehm-Mist. Das sollte nun nicht mehr vorkommen, ich bezahle ab sofort dafür, dass es hier werbefrei ist. Wer noch Werbung entdeckt: bitte melden.

Und ganz zum Schluss: Wie schafft ihr das eigentlich, Familie, Job und Blogs lesen unter einen Hut zu bringen? Dafür bräuchte eine doch mindestens einen 72h-Tag, oder?

Feedreaderperlen III

Ich habe ja inzwischen kapiert, dass ihr die Artikel aus der Rubrik „Mama & Kind“ eh schon fast alle kennt … deshalb brauche ich hier wohl nicht mehr auf die Elternzeitrhetorik von gluecklich scheitern  oder auf Mädchen sind so – Jungen auch vom Frl. Rabatzki usw. verlinken (Eule und Athen, da war was), oder?

Die Nuss schreibt ganz bezaubernd über das Gefühlskomma.

Suschna hat nach der Lektüre der Kommentare beim Nuf den Eindruck, dass hier wieder der „nicht totzukriegende Schuldreigen ‚Rabenmutter vs Luxusmutter'“ in Gang gesetzt wurde. Sie empfiehlt darum allen „Deko-Bastelmüttern“ ein Nicht-Outing und schlägt gleich mal ein paar Strategien fürs Undergroundbasteln vor. Liebe DIY-Mamas, was mich angeht, ich blicke schlicht oft neidisch in eure tollen Blogs, die ich Obermasochistin im Dutzend mindestens abonniert habe. Wie schon mal beschrieben, sehen meine DIY-Versuche nämlich eher so aus. Gestern meinte der Liebste doch tatsächlich auf meine Jammereien, dass wir in einer schmucklosen Ratzebude hausen: „dafür dekorierst du ja deinen Blog“. Hahaha.

Wer sich schon mal über die Telekom geärgert hat (nöööö, nieeee!),
kann mal bei Dominik Schwarz nachlesen, wie man eine richtig schöne Brieffreundschaft aufbaut (vermutlich so ne Art Aggressionsabbautherapie? Oder bewundernswert geduldig, der Mensch).

Nicht vertretbar schreibt einen nachdenklichen Text über Haare und das Herumschleppen von Ängsten, Hoffnungen, Wünschen in unseren unterbewussten Rucksäcken. Ich würde ja einfach gerne öfters „Like“ klicken bei ihr … ist aber kein WP-Blog, da geht das leider nicht.

hihihi. Nun doch noch ein Link auf eine Mama-Kind-Geschichte bei vierachtel: Das „kleine lustige Mädchen“ übt sich in Untreue und findet .. äh .. interessante Literatur.

Die Python Software Foundation hat gerade beschlossen, nur noch Konferenzen finanziell zu fördern, die einen Code of Conduct/Anti Harassment guide beschließen (und umsetzen). Gute Idee, meint hpk42, und fragt sich gleichzeitig, wie es denn so mit den traditionellen Familienmodellen in der IT und Python world (engl.) aussieht.

Antifaschistisch, links, politisch sein. Die obligatorischen Sticker auf dem Laptop. Doch was tun, wenn Neonazis direkt vor deiner Nase H**l H*tl*r grölen? Da geht der Arsch dann doch auf Grundeis und der Mund bleibt zu, beschreibt Alexander N. Sehr lesens- und darüber-nachdenkens-wert, finde ich.

Judit Polgár ist die beste Schachspielerin der Welt. Die Schachweltklasse ist ein Männerverein, immer noch.

Feedreaderperlen II

Diese Woche gibt’s „nur“ ein paar Feedreaderperlen. Ich habe eine rätselhafte Schreibblockade, die mir das Hirn verklemmt. Und bevor ich weitere Stunden in Internetien verplempere, haue ich mal die Links raus und bereite mich auf den heutigen Abend vor. Wir gehen nämlich aus. Schon wieder. Das zweite Mal nun zu zweit. Eigentlich wollte ich vorher mal noch ein bisschen aufräumen, damit der Babysitter (dieses Mal nicht die Nachbarn, sondern so richtig extern. Aber kindbekannt, natürlich) nicht das Amt verständigt wegen fortschreitender Versumpfung. Ich habe aber auch eine rätselhafte Aufräum- und Putzblockade und mich stattdessen entschieden, 20 Watt-Glühbirnen in die nicht vorhandenen Lampenschirme zu friemeln, dann fällt der Sumpf vielleicht nicht so auf. Außerdem fange ich an, literweise Schwarztee in mich reinzuschütten, weil wir zu einer Zeit wegwollen, zu der ich normalerweise allenfalls Richtung Bett schlurfte. Ts ts ts. Heutzutage braucht man zum Tanzen ja nicht vor 11 oder so los. Früher war alles besser. (Da fällt mir grad ein, ich sollte Kind 1 noch fragen, ob wir in unserem Alter überhaupt in den Schuppen reindürfen bzw. arg auffallen. Vielleicht sollte ich noch schnell die Haare färben …). Ähm. Ja. Die Feedreaderperlen. Fast hätte ich’s vergessen:

Talentfrei schön schreibt über das Stillen bzw. den Zwang zum Stillen. Ist bei uns ein Glück kein Thema mehr, habe es aber trotzdem gerne gelesen. Toller Text.

Gut gefallen hat mir auch „Kind, können wir Freunde sein“ von Babykram & Kinderkacke, die als junge Mami auch mal ne Pause braucht von Kind und Mama-sein. Ja. Und: Es liegt nicht am Alter, das sag ich euch (nach Überwinden der Blockade, ihr wisst schon, reiche ich die Begründung nach).

Herr Buddenbohm schafft es, einen Wutanfall seines Sohnes in einem Satz und 11 Zeilen zusammenzufassen. Mit einem E-Book wäre ihm das tatsächlich nicht passiert.

Ich habe mich in letzter Zeit ausführlich über diese Filterei in Facebookhausen aufgeregt. Bei Christian Buggisch gibt es ein sehr informatives, unaufgeregtes Interview über diesen Edgerank, der dafür sorgt, dass eure Beiträge nur noch  bei einem Viertel eurer „Freunde“ ankommen, und über das liebe Geld. Wer’s lieber emotionaler hat, schaut hier.

er*sie*es erklärt, warum die Abkürzung HiWi äußerst problematisch ist. Ja ja ja. Schließe mich absolut an. Und: warum nicht einfach WiHi – wissenschaftliche Hilfskraft? Da muss man sich kaum umstellen, daran kanns also nicht liegen.

So, und abschließend noch der Hinweis auf einen sehr lesenswerten Text in der Zeit zur faktischen Abschaffung des Asylrechts. Das ist 20 Jahre her. Gut zusammengefasst. Wirklich, wer das damals nicht mitgekriegt hat, aus Altersgründen oder wieso auch immer: lesen!

So long. Viel Spaß. Ich muss jetzt los. Glühbirnen kaufen.

Feedreaderperlen I

Ich habe ja kürzlich mal in meinem Feedreader gekrustelt und meine Leseliste aktualisiert. Und weil ich bei anderen immer gerne kommentierte Linklisten lese, sammle ich nun auch ab&zu ein paar Perlen zusammen.

Außerdem: Viele der tollen Blogger/innen, die ich verfolge, treiben sich auch auf  Twitter rum. Hier ein kleines Ratespiel: wer steckt wohl hinter: @dressedasahuman und @MamaKroenchen? (zugeordnet zu ihren Blogs findet ihr alle hier). Viel Spaß beim Folgen und vielleicht mitzwitschern.

Aber hier nun die Feadreaderperlen I:

  • Mama hat jetzt keine Zeit möchte mit ihrem Dreijährigen Schuhe kaufen. Nix einfacher als das – wenn da der Knirps nicht wäre, der mal eben den ganzen Schuhladen … nene nix verraten, lest selbst. Hab mich weggeschmissen vor Lachen – auch wenn’s für die Mami in der Situation sicher alles andere als komisch war.
  • Marie überlegt im Heckenrosental, was es bedeutet, wenn sie das Verhalten ihrer kleinen Tochter mit dem des größeren Bruders vergleicht. Der Abgleich des gerade Erlebten mit den Erfahrungen beim Erstgeborenen.  Nachdenklich, anregend & ein schönes Foto.
  • Kiki von e13 nimmt den neuen Bond auseinander. Solltet ihr nicht lesen, wenn ihr noch reinwollt. Ich wäre ja nie auf die ganzen Punkte gekommen. Aber ich bin auch megaanspruchlos derzeit (hüstel) und freu mich wie blöd, wenn ich ins Kino „darf“ … fast egal, in was. Hauptsache.
  • Wieso wird über Krebs meist so gesprochen, als gäbe es einen Kampf mit gleichberechtigten Gegnern, als läge es an einem selbst zu gewinnen – oder zu verlieren, fragt sich Temel mit Comic und einem bewegenden Text.
  • Jessy ist coachsurfend in New Orleans bei einem Typ, der mitten im Nettsein sekundenlang übergriffig wird. [Warnung: ist ziemlich heftig, der Text. Und: Er heißt nicht umsonst „Grusel!“]
    “Es ist die doppelte Ebene. Ist jemand ein offenkundiges Arschloch, kann man ihm entsprechend begegnen. Aber ist jemand vordergründig freundlich und zuvorkommend und plötzlich eine Fingerschnipsphase lang übergriffig, zweifelt man an seiner Wahrnehmung. Wie das Bild einer Abscheulichkeit, das für eine Sekunde in eine Komödie reingeschnitten wurde und das man meint, nicht gesehen haben zu können. Perfide.” Ja!
  • AufZehenspitzen schreibt einen sehr schönen Text über Erziehung, Regeln, Konsequenz – und Inkonsequenz. Es gibt Regeln, die gelten immer, und es gibt welche, bei denen kann man auch mal verhandeln & auf die Bedürfnisse schaun. Nur, warum zum Kuckuck heißt das bei den Erwachsenen „Spielraum“ und in der Erziehung „Inkonsequenz“?
  • Das Ministerium für Wahrheit nimmt nun endlich seine Arbeit auf, wie das Gespenst der Armut berichtet.

So viel für heute. Have fun! :-)