Adventskalendercontent

Ich habe es tatsächlich geschafft, die Adventskalender für die Kinder (höhö) rechtzeitig fertig zu machen. Die wahre Herausforderung war aber letztendlich gar nicht der Kalender für K1, den ich (Achtung, Trigger!!) gebastelt* habe! Das Gebastele war zwar nicht ganz einfach, wie ich kürzlich bereits über den Kurznachrichtendienst Twitter verkündet habe:

Aber ich habe es geschafft, das Ding zusammenzuschustern und sogar rechtzeitig zur Post zu bringen. Die wahre Herausforderung war dann aber doch der Kalender für K2, den ich ja, wie via streitbarem Blogpost verkündet, eigentlich nur befülle. Leider übten die eigens dafür angeschafften Schokokugeln bereits im Vorfeld einen schier unwiderstehlichen Reiz auf mein doch etwas gestresstes Gemüt aus, das nach kompensatorischen Genüssen verlangte. Und so kam es:

Adventskalender

Ein bisschen habe ich mich geschämt. Danach. Offensichtlich – und beruhigenderweise – bin ich damit aber nicht alleine:

Da hier aber der Adventskalender für das kleine Kind nicht auf einmal, sondern Nacht für Nacht auf wundersame Weise befüllt wird, ist der Schaden nicht ganz so groß. Für das 1. Türchen habe ich noch ein paar Krümel gefunden, das Kind hat sich sehr gefreut (und mir gleich mal die Hälfte des ohnehin schon recht kleinen Schokodings abgegeben <3). Ich muss es nun nur noch 23. Mal schaffen, mein inneres Schokoladenmonster zu bezähmen und irgendwas Kleines für den Kalender übrig zu lassen. Das sollte ich doch schaffen (*drückt sich die Daumen*).

Einen schönen Advent miteinander!

*genaugenommen habe ich nur Päckchen gepackt. Aber nunja.

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Revierkämpfe: Unsere Küche

Kennen Sie „Der wilde Westen“ von den Surfpoeten? Michael Stein hat vor vielen Jahren dieses schöne Stück geschrieben. Es geht so:

Einer von uns beiden ist zu viel in dieser Stadt. Geh du!
Nein, du!
Geh du!
Du!
Du, zehn mal du!°
Hundert Mal du!
Tausend Mal du!

So geht das einige Male hin und her und schaukelt sich so langsam hoch. Die schönste Stelle ist eindeutig diese:

So viel wie deins MULTIPLPZIERT mit eine Million Milliarden Mal du, noch mal multipliziert mit allem, was du dir jemals vorstellen kannst.
(Hähähä)

Plus eins.

Also alles, was die andere Person sagt, plus eins drauf. Genial. Lesen Sie sich das mal durch, es ist wirklich lustig.

Und dann stellen Sie sich unsere Küche vor. Sie ist genau 7,3616 qm groß. Es gibt die obligatorische Küchenzeile, zwei Regale, einen Tisch, einen Stuhl, eine Klappbank, zwei kleine Mülleimer, Besen, ein Karton mit Krust. Außerdem liegen gerne noch Dinge wie Rucksäcke, Kindergartentasche, Schuhe, Klamotten, Playmobil, Wurfgeschosse und ähnliches herum. Zieht man also all das ab von der Gesamtfläche, bleibt gefühlt noch ca. 1 qm übrig, um sich aufzuhalten. Dieser Quadratmeter erstreckt sich auf einer Länge von 2 Metern und einer Breite von dings … ähm … rechnen Sie selbst.

Alleine kann sich eine in dieser Küche gut aufhalten. Selbst zu zweit geht es, wenn dieser „Zweit“ ganz ruhig auf der Bank sitzt, die Füße unter den Tisch streckt und sie nicht quer durch den Raum platziert. Alleine kann eine gemütlich kochen, Spülmaschine einräumen, in der Nase bohren und was halt sonst so in der Küche zu machen ist.

Faktisch ist unsere Küche aber nie alleine besetzt. Sie ist ein Magnet. Anders ist das nicht erklärbar. Sobald eine Person sie betritt, also ich zum Beispiel (völlig zufällig natürlich ich), um das Abendessen zu kochen, stehen 3 Sekunden später alle anderen Familienmitglieder auch auf der Matte. Der Mann muss sich dringend  einen Kaffee/Tee/Brot machen oder die weltpolitische Lage diskutieren. Das Kind ist auf der Suche nach einem sehr speziellen Legoteil, das in der Küche sein MUSS, weil da ja, weil … NA WEIL HALT! Und das Besuchskind kommt gleich noch hinterher, in der Hoffnung, dass es in der Küche vielleicht Süßigkeiten abstauben kann.

Wir quetschen uns also auf dem einen Quadratmeter zu viert aneinander, steigen über quer in den Raum gestreckte Füße, stolpern über Kinder, die katzengleich um unsere Beine streichen und versuchen dabei alle, das jeweils vorgenommene Programm durchzuziehen (s.o.). Die Temperatur steigt. Der Lärmpegel steigt. Die Laune steigt. Bis eines losbrüllt:

„ICH WAR ZUERST HIER, GEHT ALLE RAUS“

„NEIN DU“

„DU“

„DU, 10 x DU!“

„1 Milliondreihunderfünfundachzigtausend mal du“

„PLUS 1!!!!!!!!!“

Am Schluss sind alle beleidigt und es gibt kein Abendessen. Niemand schenkt mehr dem/der Anderen was zum Geburtstag, Weihnachten fällt aus und die Kinder schreien nach Süßigkeiten.

Ich glaube, wir brauchen dringend eine größere Küche!!

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Machen Sie doch, was Sie wollen. Echt jetzt.

Ich habe gestern in der Kaffeepause im Büro einen Text über das Basteln von Adventskalendern gelesen, den ich sehr lustig fand. Ich fand ihn rotzig, sarkastisch und wunderbar schön überzogen. Und weil ich ihn so lustig fand, habe ich ihn schnell mal auf Facebook (evil, ja) geteilt, dann meinen Kaffee ausgeschlürft und weitergearbeitet. Erst abends bekam ich zufällig mit, dass es „Adventskalenderdiskussionen“ in meiner Twitter-Eltern-Filterbubble gab und zuerst dachte ich hö? Was gibts denn da zu diskutieren?, bis ich blickte, dass es ebenjener Artikel war, der wohl für hohe Wellen sorgte. Nicht weil ich ihn geteilt hatte, wo denken Sie hin, mit meiner bescheidenen Reichweite, aber weil ihn andere mit hoher Reichweite geteilt hatten. Ist auch egal. Jedenfalls führte dieser Artikel zu Diskussionen, die ich nicht nachgelesen habe, weil sie mich nullkommaüberhauptnicht interessieren. Es ist mir völlig wumpe, ob Mütter (ich kenne keinen, nicht einen einzigen Vater, der das macht, aber das ist ein anderes Thema) die Adventskalender selbst basteln oder sie beim Discounter kaufen. Es ist mir egal. Ich selbst verwende für K2 exakt den gleichen Kalender, den ich vor 20 Jahren schon für K1 verwendet habe und befülle ihn mit Plastikscheiß und Zucker hochwertigem Kleinkram. Aber das ist egal, denn worauf ich eigentlich nach langem Intro hinauswill:

Diese ganzen Diskussionen sind mir wumpe. Genauso, wie es mir obertotalwumpe ist, wo die Kinder anderer Eltern schlafen. Ob im Familienbett oder alleine oder unterm Tisch. Wie es mir egal ist, wie lange und wie oft eine stillt, ob ihr Baby Brei bekommt oder Fingerfood, ob das Pausenbrot in olles Butterbrotpapier eingewickelt oder ge-bentoboxt wird, wie oft und mit das Kind gebadet wird, was die Kinder zu WeihnachtenGeburtstagOstern bekommen, was sie essen oder auch nicht, wie oft sie fernsehen oder nicht und so weiter und so fort. Alles, was andere Eltern aus Überzeugung, ideologischen Gründen oder meinetwegen auch Zeitmangel oder -überschuss machen, ist mir, so lange sie damit nicht andere willentlich gefährden oder beschädigen, wumpe. Das heißt nicht, dass es mich nicht interessiert. Ich finde es im Gegenteil oft höchst interessant, was und warum Andere anders machen – aber ich finde in 99,9 % der Fälle nicht, dass man sich darüber shitstormmäßig aufregen muss.

Es geht mir immer häufiger so, dass ich den Diskussionen um irgendeine durchs Online-Elterndorf getriebenen Sau im Internet nicht folgen kann und mag. Ich denke „na und? Macht doch, was ihr wollt. Möge doch jede machen, was sie will! Mögt ihr euch doch mal bitte einfach IN RUHE LASSEN VERDAMMT“. Und Sie merken schon, so langsam mischt sich in die totale Gleichgültigkeit dann doch ein Hauch von Emotion. Was mir nämlich tatsächlich nicht oberfuckingscheißegal ist, ist dieses Rumgehacke aufeinander, das Abwerten, das abfällige Kommentieren. Oft mache ich Twitter einfach zu und schaue später wieder rein, wenn sich die Aufregung gelegt hat. Was aber oft noch weiterbrodelt ist der Gedanke, warum es so schwer ist, Andere anders sein zu lassen.

Und nein, ich bin da auch keineswegs frei davon. Viel zu oft werte ich selber ab, denke „wie kann man nur, wie kann die nur, nie würde ich“-Blabla. Ich hoffe aber, ich schreibe das dann nicht ins Internet (gelegentliche Ausrutscher kann ich nicht ausschließen, sorry). Sondern ich hoffe, ich lasse es in meinem Hirn oder labere höchstens den Mann damit voll (auch sorry). Denn es geht mich nichts an und ich habe kein Recht, anderen die Stimmung zu vermiesen, nur weil ich womöglich selbst gerade empfindlich bin, einen kackbeschissenen Tag habe oder weil mich selbst das ganze Gebastele oder was auch immer stresst.

Ich werde mir auch in diesem Jahr eine Flasche Wein kaufen einen Kräutertee aus biologisch-dynamischen Anbau brauen und in einer nächtlichen Aktion den Adventskalender für K1 basteln (K2 geht schnell, siehe oben). Das „Kind“ kriegt nämlich auch mit 25 Jahren immer noch einen (Stichwort: Langzeitadventskalenderbasteln!!11!!!!! OMG, wie kann ich nur) und ich verpacke tatsächlich jedes Geschenk einzeln. Und Ihnen da draußen wünsche ich viel Spaß beim Basteln, Kaufen, Streiten, Kiffen, Saufen, Rauchen, Stillen und was Sie sonst so gerne machen für sich, für Ihre Kinder, für Andere. Amen.

P.S. Den supertollsten Adventskalender macht ja meine Schwester, falls es Sie interessiert.

PPS: Lesen Sie einfach den Text von AufZehenspitzen.  Sie bringt das mal wieder klug auf den Punkt.

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Kinderlogik II. „Trag mich, Mama!!!“

Das fünfjährige Kind brüllt nicht mehr nur los, wenn ihm die mütterliche Argumentation nicht passt. Es hält dagegen. Mit schier unbestechlicher Logik … Oder sagen wir besser: unwiderstehlicher Logik :-)

Kinderlogik1

Kinderlogik4

Siehe auch Kinderlogik I: Der Urlaubskalender und die andere Seite: Elternlogik I: Die anderen Kinder.

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Morgen dann Rechnerpause.

Ab morgen offline

Dieser Comic ist quasi in Endlosschlaufe lesbar. ^^

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